Kirche

RO: Konzertabend in der Christkönigkirche

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Ein außergewöhnlicher Konzertabend zog am vergangenen Sonntag zahlreiche Besucher in die Christkönigkirche in Rosenheim. Der Chorkreis St. Quirinus brachte gemeinsam mit dem Orchester „Die Arche“ sowie dem Kinderchor BimBa Cantabile Karl Jenkins’ Stabat Mater zur Aufführung – und traf damit auf ein überwältigendes Echo. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt, die Atmosphäre von Beginn an dicht und intensiv.

Im Zentrum stand der über 60-köpfige Chorkreis, der das Werk mit geschlossenem Chorklang, sicherer Intonation und großer musikalischer Ausdruckskraft trug. In eindrucksvoller Weise gelang es dem Ensemble, die emotionale Spannweite des Werkes auszuleuchten und den Raum mit einem warmen, differenzierten Klang zu füllen.

Unter der Gesamtleitung von Michael Gartner entwickelte sich ein vielschichtiges Zusammenspiel von Chor, Orchester und Solisten. Besonders berührend war das Miteinander der Kinderstimmen mit der Altistin Luitgard Hamberger.  Eindrucksvoll prägten zudem Rita und Rageed William das Konzert: Mit orientalisch geprägtem Gesang und fein gestalteten melismatischen Linien verliehen sie dem Werk eine authentische, tiefgehende Dimension. Auch die Klangfarben von Bambusflöte und Duduk fügten sich stimmig in das Gesamtbild ein.

Das für dieses Projekt erweiterte Orchester „Die Arche“ überzeugte mit großer Klangfülle. Nach dem letzten Ton entstand zunächst eine lange, stille Spannung im Raum, bevor sich das Publikum mit stehenden Ovationen bedankte. In einer kurzen Ansprache betonte Gartner die verbindende Kraft der Musik – gerade in einer Zeit, die von Konflikten, Krieg und Trennung geprägt ist. Musik könne das Gemeinsame im Menschsein sichtbar machen und Brücken schlagen, wo sonst Grenzen wahrgenommen werden. Das Konzert wurde so zu einem bewegenden Zeichen für Zusammenhalt und Verständigung.

Bericht: Manuela Müller, Chorkreis St. Quirinus –  Fotos:  Michael Seemeier.

 



Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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