Brauchtum

Premiere bei Breitbrunner Krimi-Theater

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Premiere der Kriminalkomödie „Nicht meine Leiche“ in drei Akten von Jack Smith – ins Bayerische übertragen von Elfriede Wipplinger – brachte den Protagonisten viel Lacher und Applaus ein. Die Szenerie beginnt an einem Samstag Vormittag kurz vor einer Beerdigung und einer Hochzeit.

Vor dem von Frank Lorenz und Hans-Dieter Gerlinger aufwendig gestaltetem Bühneninterieur gerät der ansonsten stets korrekte, jedoch eher gelangweilte Herbert Schmid (Andreas Obermeier), Betreiber des Beerdigungsinstituts „Goldene Grube“, etwas in Hektik. Seine Tage sind ansonsten eher monoton und dem täglichen Trott folgend – bis eben zum Hochzeitsmorgen seines Kumpels David Berger (Martin Ettenhuber).

Da dieser seiner zukünftigen Frau Julia (Christina Hekele) ihren heiß ersehnten Ehering zur Hochzeit an den Finger stecken möchte, hat er sich fatalerweise auf Machenschaften mit dem Mafiaboss Koslowski (Hartmut Distler) eingelassen. Wie zu erwarten war, kann David das geschuldete Geld natürlich nicht aufbringen und beabsichtigt daher in seiner Verzweiflung, den Mafiaboss zu täuschen und ihm seinen Tod vorzugaukeln. Ganz gegen den Willen vom Bestatter inszeniert er in der „Goldenen Grube“ seine eigene „Leich“.

Durch eine Verkettung von diversen Umständen entdeckt seine Zukünftige voller Entsetzen ihren „toten“ Bräutigam, was der Brautmutter (Heidi Huber) gar nicht so ungelegen kommt. Da der ganze Schwindel aufzufliegen droht, ist nun Guter Rat teuer. Es müssen also „Leichen“ ausgetauscht werden, wobei hier auf einmal Lehrling Kevin (Seppi Schneider) mit ins Spiel kommt.

Aber irgendwie scheint doch alles aus dem Ruder zu geraten. Ein Vertuschungsmanöver führt ins nächste und die Situation wird immer verzwickter. Zusätzliche Unruhe bringen die trauernde Witwe Rösler (Bernhard Obinger) und der Elektriker Imhof (Sepp Schneider) in den ansonsten geordneten Tagesablauf des Bestatters. Als ihm dann auch noch das “Leichte Mädchen” Patricia (Johanna Gartner) an die Wäsche will, steht er kurz vor dem Kollaps.

Die Darsteller brillieren in ihren Rollen, was dem Trio Schneider und Obinger (Leitung) sowie Sepp Obermeier (Regie) zuzuschreiben ist. Das Publikum honorierte das Stück mit viel Gelächter und reichlich Applaus. Vieles dazu beigetragen haben die Helferlein im Hintergrund, wie Souffleurin Maria Burghardt, Steffi Thalhauser (Maske), Markus Wöger und Max Stadlder (Licht/Ton), Sabine Huber (Grafik) und das Bewirtungsteam um Hanni Vodermair. Die musikalische Umrahmung in den Pausen übernahm die Ettenhuber Musi.

Weitere Aufführungen sind am Freitag, 27., Samstag 28. März sowie Sonntag, 5. April jeweils um 19.30 Uhr in der ChiemseeHalle. Restkarten gibt es auch noch an der Abendkasse.

Bericht und Foto: Tschalie Wastl –  In der Szene nimmt das Leichte Mädchen Patricia (Johanna Gartner) mit dem Bestatter Herbert Schmid (Andreas Obermeier) ersten Kontakt auf

 

 

 



Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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