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Prävention für Kinder- und Jugendschutz

Das Foto zeigt (v.l.) Prof. Dr. Mehmet Kart, Moderatorin Berenike Beschle, Sozialministerin Ulrike Scharf und Jörg Breitweg (Aktion Jugendschutz Bayern).
Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Wie können pädagogische Fachkräfte Radikalisierungsprozesse bei Kindern und Jugendlichen frühzeitig erkennen und angemessen darauf reagieren? Dieser Frage widmete sich der Fachtag „Jung, radikal, gefährdet? – Pädagogische Antworten auf Radikalisierung im Kindes- und Jugendalter“, den Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf heute in München eröffnet hat.

Ministerin Scharf betonte vor den Expertinnen und Experten: „In Zeiten von Wandel und Ungewissheit suchen Kinder und Jugendliche Orientierung, Zugehörigkeit und Halt. Genau daran knüpfen Extremisten an. Diesen gefährlichen Kreislauf müssen wir durchbrechen und frühzeitig sensibilisieren und gegensteuern. Pädagogische Fachkräfte erkennen oft recht früh, wenn sich junge Menschen zurückziehen, radikale Parolen wiederholen oder sich Konflikte verhärten. Durch Extremismus, Radikalisierung und Polarisierung kommt neue Unsicherheit in den pädagogischen Alltag. Wir lassen die Fachkräfte nicht allein. Mit unserem Fachtag ‚Jung, radikal, gefährdet?‘ geben wir ihnen pädagogische Maßnahmen an die Hand, um Radikalisierung zu begegnen. Prävention ist eine Gemeinschaftsaufgabe und kann nur mit starken Netzwerken nachhaltig gelingen. Wir müssen junge Menschen stärken, bevor extremistische Ideologien sie erreichen.“

Der Schutz junger Menschen vor Radikalisierung ist eine bedeutende Aufgabe in der Kinder- und Jugendhilfe. Neben Familie und Freundeskreis sind die Fachkräfte häufig die wichtigsten Bezugspersonen für junge Menschen und können problematische Entwicklungen frühzeitig wahrnehmen und auffangen. Bayern steht bei dieser Verantwortung an der Seite der Fachkräfte und stärkt diese durch praxisnahes Wissen, fachliche Beratung und eine bessere Vernetzung, damit sie auch in schwierigen Situationen sicher handeln können. Beim Fachtag wurden den anwesenden Fachkräften neben einem Impulsvortrag und einer Podiumsdiskussion Anlaufstellen vorgestellt und die Bedeutung sozialer Medien und des Elternhauses thematisiert.

 Text: StMAS – Bildquelle: StMAS/Schäffler – Das Foto zeigt (v.l.) Prof. Dr. Mehmet Kart, Moderatorin Berenike Beschle, Sozialministerin Ulrike Scharf und Jörg Breitweg (Aktion Jugendschutz Bayern).


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Toni Hötzelsperger

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