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Jugendschutz nicht Gewinninteressen opfern

Bayerische Familienministerin Ulrike Scharf und Jugendminister Manuel Knoll (l.) mit Illya Trubmann und Semjon Rens (r.) von Meta.
Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf hat sich am Mittwoch zusammen mit Jugendminister Manuel Knoll mit Illya Trubmann und Semjon Rens, Public Policy Manager und Public Policy Director für den deutschsprachigen Raum bei Meta, getroffen. Im Mittelpunkt stand die aktuelle Debatte um Altersgrenzen und Regulierung für Social Media.

Scharf betonte in dem Gespräch: „Die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum ist in Gefahr. Wenn Algorithmen süchtig und Schönheitsfilter krank machen, braucht es Einschränkungen. Ich setze auf einen wirksamen Schutz vor Cybergrooming, Fake News und Gewaltdarstellungen. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Für mich hat es Priorität, auch die Betreiber der Plattformen konsequent in die Pflicht zu nehmen. Digitale Angebote müssen sicher und altersgerecht sein.“

Weiter erklärte die Ministerin: „Die Anbieter müssen mehr tun, um ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Sie wissen viel über das Nutzerverhalten und auch das Alter der User. Wer dieses Wissen für kommerzielle Zwecke nutzt, ist verpflichtet, es auch zum Schutz von jungen Menschen einzusetzen. Diese Selbstregulierung gegen Suchtverhalten und für den Jugendschutz darf nicht Gewinninteressen geopfert werden. Technische Filter müssen verbessert und Eltern gezielt informiert werden. Für wirksamen Jugendschutz im Internet und echte digitale Teilhabe brauchen wir ein Gesamtpaket – aus technischem Schutz, Medienkompetenz, Elternarbeit und Prävention.“

Text: StMAS – Bildquelle: StMAS / Schäffler –  Bayerische Familienministerin Ulrike Scharf und Jugendminister Manuel Knoll (l.) mit Illya Trubmann und Semjon Rens (r.) von Meta.


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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