Leitartikel

FFW Rossholzen: Rückblick nach Jubiläum

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Seltener Bombenfund im Jubiläumsjahr  – Freiwillige Feuerwehr Rossholzen blickt zufrieden auf 150-jähriges Jubiläum zurück

Traditionell am Palmsonntag fand auch heuer wieder die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Rossholzen am Samerberg statt. Erster Vorsitzender Martin Deindl begrüßte die Anwesenden zur 151. Versammlung nach ihrem Jubiläumsjahr, welches sie im Juni 2025 zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Steinkirchen ausgiebig feiern durften.

Nach den Berichten des Schriftführers Franz Eder und des Kassiers Andreas Stuffer wurde die Vorstandschaft einstimmig von der Versammlung entlastet. Die Feuerwehren Rossholzen und Steinkirchen bilden bekanntlich eine gemeinsame aktive Wehr. Auch Kommandant Andreas Huber war zu Gast und berichtete über das aktive Jahr der Freiwilligen Feuerwehr. Diese umfasst aktuell 3 Frauen und 44 Männer, darunter acht Gruppenführer und ein Zugführer. Auch dürfen die Floriansjünger stolz auf ihre 16 Mitglieder bei der Jugendfeuerwehr blicken. Neben den 28 regulären Übungen absolvierte die Freiwillige Feuerwehr in Rossholzen noch zusätzlich 12 Sonderübungen wie beispielsweise in der Kriechstrecke, einen Motorsägen Kurs, Winch-Übungen mit dem Helikopter in Bad Tölz und vieles mehr. Von April 2025 bis März 2026 rückte die Freiwillige Feuerwehr Rossholzen/Steinkirchen zu insgesamt 23 Einsätzen aus. Darunter 13 technische Hilfeleistungen, 6 Brandeinsätze und 4 sonstige Einsätze. Zu den wohl spektakulärsten und auch seltensten Einsätzen zählte der Fund und die kontrollierte Sprengung einer Panzerfaustgranate in der Samerberger Filze. Ein Fußgänger hatte sie dort entdeckt. So etwas bekommt man selbst als Rettungskraft natürlich nicht alle Tage geboten. Besonders erfreulich für die Floriansjünger im letzten Jahr war die Einkleidung mit dem neuen Einsatzgewand durch die Gemeinde Samerberg und die Übernahme eines Notstrom Generators vom Landkreis Rosenheim, welcher beim Jubiläum im vergangenen Jahr schon seinen ersten Einsatz fand.

Auch Kreisbrandinspektor Martin Gruber war zu Gast bei der Versammlung. In seinem Grußwort berichtete er stolz von insgesamt 4.700 Teilnehmern, die sich im letzten Jahr in rund 300 Lehrgängen auf Landkreisebene für ihr Amt stark machten und bedankte sich auf diesem Weg bei den Ausbildern, die dies erst möglich machen. Gerade auf Landkreisebene sei so einiges geboten. Das neue Wechselladersystem vom Katastrophenschutz wurde etabliert und an vier verschiedenen Standorten platziert. Dort können laut Kreisbrandinspektor Martin Gruber auch die Führerscheine C und CE absolviert werden. Eine mobile Atemschutzübungsanlage wurde in Wasserburg stationiert. Vom 15. April bis zum 06. Mai ist bei der Feuerwehr in Kolbermoor ein elektrischer Fahrsimulator aufgebaut. Gruber appellierte gerade an die Maschinisten dieses Angebot in Anspruch zu nehmen. Es sei eine einmalige Gelegenheit zum Üben von Stresssituationen. Zudem wurden im Landkreis fünf neue Verkehrssicherungsanhänger platziert. Kreisbrandinspektor Martin Gruber berichtete von fast 8.000 ehrenamtlichen Einsatzkräften in Jugend- und Aktiven Mannschaften, die sich im Landkreis für die Sicherheit einsetzen. Er bedankte sich bei der Feuerwehr Rossholzen für den großartigen Einsatz im Ernstfall und auch bei Übungen, bei der Gemeinde Samerberg für die gute Zusammenarbeit und wünschte der Mannschaft weiterhin eine unfallfreie Zeit.

Im Bericht des ersten Vorsitzenden Martin Deindl ließen die Floriansjünger ihr Jubiläumsjahr noch einmal Revue passieren und erinnerten sich an ihr großartiges Fest. Es sei ein schönes, aber auch intensives Jahr gewesen. Erster Vorsitzender Martin Deindl bedankte sich auf diesem Weg noch einmal bei allen, die dazu beigetragen haben ein solches Jubiläumsfest auf die Beine zu stellen. Wenn es darauf ankommt, seien alle da! Das stärke die Gemeinschaft der Vereine immens.

Auch erster Bürgermeister Georg Huber wurde um ein Grußwort gebeten. Er blickte dabei ebenfalls auf das großartige Jubiläumsfest der Freiwilligen Feuerwehr Rossholzen/Steinkirchen zurück und bedankte sich noch einmal für das ihm verliehene Amt des Schirmherrn. Bei einer Jahreshauptversammlung würde man in kurzer Zeit serviert bekommen, was ein solcher Verein eigentlich über das ganze Jahr leistet. Diese großartige Öffentlichkeitsarbeit, gerade in einem Jubiläumsjahr mit solch einem Fest, mache den Ort Samerberg zu dem, was er ist und zeige der Öffentlichkeit, was in unseren Vereinen steckt. Der noch amtierende erste Bürgermeister Georg Huber gratulierte Johannes Huber zum neu gewählten Kommandanten, der ab dem ersten April die Nachfolge von Andreas Huber übernehme und bat die Versammlung ihn und auch seine Nachfolgerin im Bürgermeisteramt, Susanne Kunz, in ihren Ämtern und Aufgaben so zu unterstützen, wie er es auch erfahren habe.

Nach den Grußworten durfte die Versammlung noch drei neue Vereinsmitglieder in ihren Reihen begrüßen. Abschließend wurden Georg Huber für 24 Jahre im Amt des ersten Bürgermeisters und Andreas Huber für 12 Jahre im Amt des ersten Kommandanten mit einem kleinen Präsent gewürdigt.  Erster Vorsitzender Martin Deindl beschloss die Versammlung mit dem Leitsatz „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“.

Bericht und Bilder: Susanne Deindl – Bild 1 Geschenkkorb (vlnr) erster Vorsitzender Martin Deindl, erster Bürgermeister Georg Huber, zweiter Vorsitzender Max Binder

Bild 2 (vlnr) erster Vorsitzender Martin Deindl, erster Kommandant Andreas Huber, zweiter Vorsitzender Max Binder

 

 

 

 



Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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