Gesundheit

Ein Zeichen der Hoffnung

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Eine psychische Krise kann jeden Menschen treffen. Entscheidend ist, dass Betroffene schnelle und professionelle Unterstützung bekommen. Zum Welttag der Suizidprävention am 10. September machen die Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis Rosenheim, der Krisendienst Psychiatrie Oberbayern und der Sozialpsychiatrische Dienst (SpDi) der Caritas mit einem Informationsangebot gemeinsam auf Hilfsangebote aufmerksam. Am 10. September sind die Partner von 13 bis 17 Uhr mit einem Informationsstand in der Rosenheimer Innenstadt am Max-Josefs-Platz 7 in Rosenheim vertreten.

„Gerade im Rahmen des Welttages der Suizidprävention möchten wir deutlich machen: Niemand muss eine psychische Krise allein bewältigen. Es gibt professionelle Unterstützung – und sie ist rund um die Uhr erreichbar“, betont Katrin Posch, Geschäftsstellenleitung der Gesundheitsregionplus. Am 10. September können sich Bürgerinnen und Bürger unverbindlich über die verschiedenen Unterstützungsangebote informieren, Fragen stellen und direkt mit Fachkräften ins Gespräch kommen. Wie wichtig eine gut erreichbare psychische Akutversorgung und damit auch eine wirksame Suizidprävention sind, zeigen die Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik. Die Nachfrage steigt seit Jahren. Allein der Krisendienst Psychiatrie Oberbayern verzeichnete im Jahr 2025 rund 35.400 Telefonkontakte und fast 2.380 persönliche Kriseninterventionen.

Hilfe in der Krise:

Die kostenfreie Hotline 0800 655 3000 des Krisendienstes Psychiatrie Oberbayern ist an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichbar. Hier finden Menschen in akuten psychischen Krisen, deren Angehörige sowie Fachkräfte Unterstützung. Jeder Anruf wird berücksichtigt. Wenn die Leitung besetzt ist, werden Anrufende gebeten, in der Warteschleife zu bleiben oder ihre Kontaktdaten mit der Bitte um Rückruf zu hinterlassen. Bei Bedarf wird eine mobile Krisenintervention hinzugezogen, die vor Ort unterstützen kann. Die Beratung ist in über 120 Sprachen möglich sowie in Deutscher Gebärdensprache und über Schriftverdolmetschung. Für die Nutzung von Schriftverdolmetschung ist die Registrierung bei Tess-Relay-Diensten notwendig.

„Unsere Teams sind dafür da, Menschen in schwierigen Momenten, aber auch ihren Angehörigen zur Seite zu stehen, ihnen zuzuhören und zu zeigen, dass es in Ordnung ist, sich Hilfe zu holen“, erklärt Simon Pfeifer, Gebietskoordinator des Krisendienstes Psychiatrie Oberbayern.

Das Leitstellen-Team des Krisendienstes Psychiatrie Oberbayern besteht aus Fachkräften aus den Bereichen Psychologie, Sozialpädagogik und Fachkrankenpflege. Der Dienst bietet telefonische Beratung und stellt bei Bedarf mobile Einsatzteams zur Krisenintervention vor Ort bereit. Der Krisendienst ergänzt damit die ambulante Versorgung und trägt durch schnelle Hilfe zur Deeskalation von Krisen und zur Prävention von Suiziden bei. Die Krisendienste Bayern werden von den sieben Bezirken in Bayern finanziert, die Kosten für die Leitstelle werden vom Freistaat Bayern getragen. Weitere Informationen finden Sie unter www.krisendienste.bayern.


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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