In Bayern startet zum 1. September in den über 11.000 Kindertageseinrichtungen das neue Kita-Jahr – ein neuer Rekord bei der Zahl der Einrichtungen. Diese und weitere aktuelle Entwicklungen im Bereich der Kindertagesbetreuung hat Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf in München in einer Pressekonferenz vorgestellt.
Für die Ministerin steht fest: „Unsere Kitas leisten so viel wie nie zuvor. Wir geben so viel Geld wie nie zuvor in die Kitas. Wer früh fördert, stärkt Kinder fürs Leben. Ich sage klar und deutlich: Starke Kinder – starkes Bayern.“ Weiter betont die Ministerin: „Unsere Kinder lernen in den ersten sechs Jahren mehr als in ihrer gesamten Schulzeit. Mit einer qualitativ hochwertigen und verlässlichen frühkindlichen Bildung schaffen wir das Fundament für eine erfolgreiche Bildungsbiografie und stärken gleichzeitig unseren Wirtschaftsstandort Bayern. Wir investieren bis zum Jahr 2030 knapp drei Milliarden Euro zusätzlich – in finanziell sehr schwierigen Zeiten. Damit sichern wir langfristig eine qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung.“
Aktuelle Zahlen zeigen die positive Entwicklung bei Anstellungsschlüssel und Personalausstattung.
• Der Anstellungsschlüssel ist seit Jahren besser als die Mindestvorgabe von 1:11 und hat sich im vergangenen Jahr weiter verbessert: von 1:9,06 im Jahr 2024 auf 1:8,97 im Jahr 2025.
• Die Zahl der Fach- und Ergänzungskräfte hat sich im Vergleich zu 2010 auf jetzt fast 129.400 mehr als verdoppelt. Zum Stichtag 1. Januar 2025 haben diese rund 645.000 Kinder betreut und gebildet.
Die Ministerin betonte: „Integration, Inklusion, Sprache – Kitas mit ihren Mitarbeitenden leisten bei sich ändernden Bedarfen Enormes. Der Anstellungsschlüssel hat sich nochmals verbessert. Eine großartige Entwicklung, die zeigt: Qualität wird großgeschrieben. Im Zuge der Reform unseres Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes gibt es außerdem ab dem 1. Januar 2027 dauerhaft gesetzlich verankerte staatliche Mittel für Teamkräfte. Wir fördern die Teamkräfte als ‚helfende Hände‘ der Pädagoginnen und Pädagogen. Damit schaffen wir mehr Zeit für die Kinder und gleichzeitig mehr Transparenz und Entbürokratisierung für Kommunen und Träger.“
Die Ministerin machte zudem den Stellenwert der frühkindlichen Bildung in Hinblick auf unsere Demokratie deutlich: „Wir leben in aufgewühlten Zeiten. Ich sage klar: Unser stärkster Schutz ist Bildung. Unsere Verfassung mahnt uns, nicht nur ‚Wissen und Können‘ zu vermitteln, sondern auch ‚Herz und Charakter‘ zu bilden. Diesen Auftrag erfüllen wir gemeinsam mit den Eltern, dem pädagogischen Personal, den Teamkräften und unseren Kindern. Investieren wir in Bildung, investieren wir in unsere Demokratie. Mit unserer BayKiBiG-Reform machen wir die bayerischen Kitas zukunftsfest. Über den Qualitätsbonus und die Teamkräftepauschale erhöht sich die staatliche Förderung im Vergleich zum Jahr 2025 bis 2029 dauerhaft um 25 Prozent. Der Staat unternimmt einen großen Kraftakt, um allen Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen – und das in hoher Qualität. So stärken wir unsere Demokratie von Anfang an.“
Weitere Informationen zur neuen Kita-Finanzierung in Bayern und ein Erklärfilm sind auf der Website des Bayerischen Familienministeriums verfügbar.
Text und Foto: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales / Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf


