Alte Schlösser, Besuch bei Freunden und Zukunftsmusik. Neues vom Aschauer Heimat- und Geschichtsverein.
“448 Mitglieder, Kontostand derzeit 18 000 Euro”. Neben den wichtigsten Fakten zum Verein gab die Erste Vorsitzende Dr. Natascha Mehler anlässlich der Jahreshauptversammlung im Cafe´ Pauli auch die Wünsche für die die Neufassung der Satzung bekannt. Die betrifft im Wesentlichen die Erweiterung des Vereinszwecks über die “Herrschaftsgeschichte Hohenaschau” hinaus bis in die jüngste Zeitgeschichte und die digitale Versendung der Einladungen. Der Zweite Vorsitzende Thomas Bauer berichtete vom dynamischen Vereinsjahr, u.a. mit einem Besuch im Städtischen Rosenheim mit Leiterin Andrea Krammer, einem Vortrag über die archäologischen Ausgrabungen an der A8 mit Mario Hölzl oder den Ausflug zur Burgruine Falkenstein mit Kreisheimatpfleger Daniel Hoheneder.
Ein absoluter Höhepunkt war die Jahresfahrt “Von Schloss zu Schloss”, u.a. mit dem Besuch von Schloß Hohentübingen, der Arbeitsstelle der Vereinsvorsitzenden an der Universität Tübingen.
Die diesjährige Jahresfahrt unter dem Motto “Gotik und Barock zwischen Rott und Inn” oder “Besuch bei Freunden in Niederbayern”. Vom 24. bis 27. September stehen mit Schaitl Reisen u.a. die Siebenschläfer-Kirche in Ruhstorf, die Asamkirche in Aldersbach oder Bayerische Landesausstellung “Musik in Bayern” in Freyung auf dem Programm.
Das Besondere daran: Wolfgang Bude, Ehrenbürger und Gründer des HGV, übernimmt zusammen mit Klemens Unger die Reiseleitung. Klemens Unger wird uns “seine kulturhistorischen Schätze in Niederbayern” zeigen, die ihm als ehemaligen Tourismuschef von Ostbayern ans Herz gewachsen sind.
Ein Programmpunkt ist der Besuch bei Familie Mangold in Haarbach. Dr. Jörg Mangold, Jagdschriftsteller-, Maler und großer Cramer-Klett Freund, hat erst kürzlich zwei Vorträge in Aschau gehalten – mit großem Zuspruch.
Die Reise kostet pro Person im Doppelzimmer 370,00 Euro. Enthalten im Preis sind Busfahrt, drei Übernachtungen mit Frühstück und Halbpension, Eintritte und Führungskosten.
Anmeldungen bitte umgehend direkt an Wolfgang Bude (wolfgang.bude@t-online.de), der gerne das ausführliche Reiseprogramm verschickt.
Klemens Ungers Bedeutung für Aschau beschreibt Wolfgang Bude im Folgenden:
Auch wenn wir uns lange Jahre nicht gesehen haben, war Klemens immer eines meiner Vorbilder. Habe ihn Anfang der 1980er Jahre kennengelernt, als wir beide zusammen beim damaligen Deutschen Seminar für Fremdenverkehr in Berlin die Seminarbank drückten. Der Regensburger, zu dieser Zeit stellv. Geschäftsführer des Tourismusverbandes Ostbayern, wurde später langjähriger Kulturreferenten der Stadt Regensburg. Seinem Ideenreichtum und der damit verbundenen Umsetzungskraft ist z.B. maßgeblich die Aufnahme seiner Stadt ins UNESCO-Weltkulturerbe zu verdanken.
Für mich persönlich, als Quereinsteiger in den Tourismus (1979-2008), war Klemens immer eine Art Mentor. Seine Leistungen und Projekte auf regionaler bzw. überregionaler Ebene (Zusammenarbeit mit Italien und Österreich auf der Basis von EU-Fördermitten) waren für mich stets anregend. Ich versuchte einige dieser vorbildlichen Aktionen auf der lokalen bzw. regionalen Tourismusebene umzuwandeln (z.B. Tourismusprojekt Projekt „Grenzenlos zwischen König & Kaiser“ von 1994 bis 2006 oder die Gründung eines Geschichtsvereins 1984, um die kulturelle Bedeutung der Herrschaft Hohenaschau und des Prientals transparent zu machen). Ebenso geht die 16 Jahre dauernde Erarbeitung der Aschauer Quellenband-Edition (Chronik) mit 23 Bänden darauf zurück. Dieses Werk gab den Anlass die Bayerische Landesausstellung 2008 „Adel in Bayern“ nach Aschau und Rosenheim zu vergeben.
Besonders freute ich mich darüber, dass er anlässlich der Verleihung des Preises der Sachrang-Stiftung die Laudatio hielt. Jetzt, da er selber im Ruhestand ist, war wieder Zeit zu einer persönlichen Begegnung. Es freut mich, dass er sich dafür Zeit nimmt, als einer der exzellentesten Kenner Ostbayerns.
Bericht und Bilder: Heimat- und Geschichtsverein Aschau i. Chiemgau – Gruppenbild mit Jörg Mangold, Schloss Hohentübingen, Max-Josephsplatz Rosenheim, Wintersportgeschichten und Erinnerungen an die Vereinsaktivitäten.













