Auf den Spuren der Heiligen Elisabeth von Thüringen – Eine junge Königstochter, eine große Liebe, die dramatisch endet und eine Lebensgeschichte, die Menschen in aller Welt tief berührt: Mit „Elisabeth von Thüringen“ bringt die Theatergesellschaft Bad Endorf ab dem 17. Mai 2027 eine Figur auf die Bühne, die weit mehr als „nur“ eine Heilige ist. Für Autorin und Spielleiterin Paula Aiblinger sind historische Frauenfiguren kein Neuland. 2019 verfasste und inszenierte sie das Schauspiel „Hedwig von Andechs“, im Jahr 2022 stand sie als Hauptdarstellerin im Stück „Elisabeth von Thüringen“ auf der Bühne.
Um diese Figur nicht nur aus historischen Quellen und überlieferten Erzählungen kennenzulernen, sondern ihre Lebenswelt möglichst unmittelbar zu erfassen, begab sich Paula Aiblinger auf eine Reise zu den Schauplätzen der Heiligen. Besonders die Wartburg und die Stadt Eisenach standen dabei im Mittelpunkt. Die gut erhaltenen historischen Orte ermöglichten es der Autorin, die räumlichen und gesellschaftlichen Bedingungen jener Zeit besser zu verstehen und historische Fakten in einen lebendigen Zusammenhang zu bringen. Die Eindrücke dieser Reise fließen in die neue Bühnenfassung 2027 ein. Die Autorin möchte nicht nur bekannte Ereignisse nacherzählen. Vielmehr soll das Publikum die Lebensgeschichte einer Frau erleben können, deren Entscheidungen ihre Zeitgenossen herausforderten und deren Haltung bis heute Fragen aufwirft.
Die heilige Elisabeth von Thüringen gilt als Schutzpatronin der Caritas. Ihre tätige Nächstenliebe wird weltweit verehrt und ist bis in die Gegenwart ein Vorbild für Menschen, die sich für Bedürftige einsetzen. Mit ihrem Namen verbinden sich zahlreiche Legenden und Mythen, darunter das Rosenwunder, das bis heute zu den beliebtesten Erzählungen über Elisabeth zählt. Doch hinter dem vertrauten Bild der mildtätigen Heiligen verbirgt sich eine wesentlich vielschichtigere Persönlichkeit. Elisabeth war eine temperamentvolle, kompromisslose und durchsetzungsstarke junge Frau. Ihre radikale Hinwendung zu den Armen stellte die gesellschaftlichen Vorstellungen ihrer Zeit infrage. Sie begnügte sich nicht damit, Bedürftigen aus einer sicheren gesellschaftlichen Position heraus zu helfen, sondern machte deren Not zu einem zentralen Bestandteil ihres eigenen Lebens. Damit geriet sie in Konflikt mit den Erwartungen ihres Umfelds. Ihre Haltung stellte bestehende Machtverhältnisse und gesellschaftliche Grenzen infrage.
Gerade diese Spannung macht Elisabeth für die Bühne interessant. Paula Aiblingers Spurensuche auf der Wartburg und in Eisenach bildet eine wichtige Grundlage, um die Figur nicht nur als religiöse Ikone, sondern als Mensch mit einer außergewöhnlichen Lebensgeschichte auf die Bühne zu bringen. Im Volkstheater Bad Endorf wird damit eine Geschichte lebendig, die von Liebe, Glauben, gesellschaftlichen Konflikten und der Kraft einer kompromisslosen Überzeugung erzählt – und die auch heute noch berührt.
Eine Kartenvorbestellung für die Aufführungen im Volkstheater Bad Endorf ist über die Webseite der Theatergesellschaft www.theater-endorf.de möglich.
Ein besonderes Angebot hält die Tourist-Info Bad Endorf mit dem Paket „Bad Endorfer Zuckerl plus“ bereit – es kombiniert eine Freikarte für das Theater mit vergünstigten Gutscheinen für Chiemsee-Schifffahrt, Kampenwand-Bahn und Chiemgau-Thermen. Dort sind auch personalisierbare Weihnachtsgutscheine für das Stück „Elisabeth von Thüringen“ erhältlich.
Bricht und Bild: Theater Bad Endorf – Paula Aiblinger vor der Wartburg in Thüringen.




