Wirtschaft

Soyen feierte seine neue Dorfmitte

Grußwort von Thomas Weber, Erster Bürgermeister Soyen
Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Ein neuer Treffpunkt für alle Generationen, bessere Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer sowie moderne Mobilitätsangebote am Bahnhof: Die Ortsmitte von Soyen präsentiert sich nach der Dorferneuerung in neuem Gewand. Mit einer Feierstunde am 30. Oktober 2026 beging die Gemeinde Soyen gemeinsam mit zahlreichen Gästen und musikalisch begleitet von der Wasserburger Stadtkapelle den erfolgreichen Abschluss der Dorferneuerung „Soyen-Ortsmitte“.

Wo früher ein eher tristes Bahnhofsumfeld das Ortsbild prägte, ist ein neuer attraktiver Mittelpunkt für das Dorfleben Soyens im nördlichen Landkreis Rosenheim entstanden. Ein zentraler Platz lädt heute zum Treffen, Spielen und Verweilen ein und bietet zugleich Raum für Veranstaltungen. Rund 2.500 Quadratmeter Grünfläche wurden neugestaltet. 13 Bäume, 15 Sträucher und eine Kornelkirschenhecke sorgen für zusätzliches Grün. Auch die Wege rund um die neue Dorfmitte wurden sicherer und attraktiver gestaltet. Sämtliche Zuwegungen sind barrierefrei. Davon profitieren insbesondere Fußgänger und Radfahrer. Gleichzeitig wurde der Bahnhof als Mobilitätsstandort aufgewertet. Eine Busspur mit wettergeschützten Wartebereichen, Fahrradunterstellmöglichkeiten und Park-and-Ride-Plätzen bündeln verschiedene Verkehrsangebote an einem Ort. Hinzu kommt Ladeinfrastruktur für Pkw und E-Bikes. Seit Januar 2026 stehen am Bahnhof E-Ladesäulen mit zweimal 22 Kilowatt Ladeleistung zur Verfügung.

Der Weg zur neuen Ortsmitte war lang. Erste Vorberatungen und der Förderbeginn reichen bis ins Jahr 2013 zurück, ab 2020 wurde die Bürgerbeteiligung intensiviert. Die Tiefbauarbeiten begannen 2024. Der erste und aufwendigste Bauabschnitt war die Seestraße. Neben Straße und Gehwegen wurden dort auch Wasser-, Kanal- und Glasfaserleitungen erneuert. Am 6. November 2024 konnte die Seestraße wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Soyener gestalten mit

Die neue Ortsmitte trägt die Handschrift der Soyener Bürgerinnen und Bürger. Knapp 150 Anregungen kamen während des Verfahrens zusammen. Ein Arbeitskreis mit 16 Mitgliedern begleitete Planung und Ausgestaltung. Auch beim Spielplatz mit seiner markanten Lokomotive wirkte die Dorfgemeinschaft aktiv mit. Thomas Weber, Erster Bürgermeister der Gemeinde Soyen, sagte: „Die Gestaltung unserer Dorfmitte ist ein Vorzeigeprojekt in Sachen Bürgerbeteiligung“. Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich mit ihren Ideen, Wünschen und schließlich auch mit tatkräftiger Unterstützung eingebracht. Man habe etwas ganz Tolles für die Gemeinde geschaffen. „Jeder Einzelne, der in irgendeiner Form mitgewirkt und mitgearbeitet hat, kann stolz auf das Erreichte sein“, so Thomas Weber. Dieses Engagement würdigte auch Martin Alexy, stellvertretender Behördenleiter des ALE Oberbayern: „Dank meiner vorherigen Tätigkeiten durfte ich viele Projekte und Maßnahmen in ganz Bayern sehen und besuchen. Was hier geleistet wurde, insbesondere das bürgerschaftliche Engagement, die Eigeninitiative und die konsequente Ausdauer, dranzubleiben – das schafft nicht jede Dorfgemeinschaft. Und darauf dürfen Sie unglaublich stolz sein.“

Rund eine Million Euro Förderung

Die umfassende Neugestaltung war für die Gemeinde Soyen finanziell nicht aus eigener Kraft zu stemmen. Möglich wurde das Vorhaben durch die Förderung der Ländlichen Entwicklung und das große Engagement der Gemeinde sowie der Dorfgemeinschaft. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Euro. Das ALE Oberbayern unterstützt die Dorferneuerung mit einem Förderhöchstbetrag von rund einer Million Euro.

Text und Bildmaterial: Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern


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Toni Hötzelsperger

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