Natur & Umwelt

LfL zu Bayerns Streuobstbäume

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Wo stehen Bayerns Streuobstbäume und wie viele gibt es? Eine neue digitale Karte im BayernAtlas gibt darüber ab sofort Auskunft. Sie zeigt die rund vier Millionen Streuobstbäume, die zu Beginn des Bayerischen Streuobstpakts am 18. Oktober 2021 im Freistaat standen. Erfasst wurden die Bäume von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) im Rahmen des Forschungsprojekts „Streuobsterfassung Bayern“ mithilfe moderner Fernerkundungsverfahren. Passend zum fünfjährigen Jubiläum des Bayerischen Streuobstpakts können Interessierte die Ergebnisse der Bestandserfassung nun digital im BayernAtlas abrufen.

Streuobstwiesen prägen vielerorts das Landschaftsbild Bayerns. Sie bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, tragen zur Artenvielfalt bei und sind ein wichtiger Bestandteil der regionalen Obstkultur. Wie viele Streuobstbäume es im Freistaat gibt und wo diese stehen, war lange Zeit nicht mehr flächendeckend dokumentiert. Die letzte bayernweite Zählung stammt aus dem Jahr 1965. Mit der neuen Bestandsermittlung liegt nun erstmals seit Jahrzehnten wieder eine landesweite Datengrundlage vor. Die neue Karte „Streuobstbäume“ im BayernAtlas ermöglicht es, die erfassten Baumstandorte direkt einzusehen. Die Bäume werden als grüne Kreisumrandungen dargestellt, deren Größe sich stufenweise am jeweiligen Kronendurchmesser orientiert. Zusätzlich können Informationen zur Baumhöhe abgerufen werden. Damit erhalten sowohl Fachleute als auch interessierte Bürgerinnen und Bürger einen Einblick in die Verteilung der Streuobstbestände im Freistaat.

Die Bestandserfassung ist zugleich eine wichtige Grundlage für die Umsetzung des Bayerischen Streuobstpakts. Mit dessen Unterzeichnung im Oktober 2021 haben sich die Bayerische Staatsregierung und acht Verbände zum Ziel gesetzt, die Streuobstbestände langfristig zu erhalten und auszubauen. Bis 2035 sollen eine Million zusätzliche Streuobstbäume gepflanzt werden. Die erfassten Daten dokumentieren den Ausgangsbestand und ermöglichen es, die weitere Entwicklung der Streuobstbestände nachzuvollziehen. Die Datengrundlage wurde im Rahmen des Forschungsprojekts „Streuobsterfassung Bayern” von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) mithilfe von Fernerkundungsverfahren geschaffen. Verwendet wurden unter anderem Geobasis- und Geofachdaten sowie Open Data der Bayerischen Vermessungsverwaltung. Bereitgestellt wurde die digitale Karte im Rahmen der Geodateninfrastruktur Bayern am Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung. Finanziert wurde das Forschungsprojekt durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus.

Die Karte „Streuobstbäume“ ist im BayernAtlas abrufbar unter https://v.bayern.de/wdwXr.

Bericht: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) Foto: Stefan Kilian (LfL)


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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