Herrliches Wanderwetter, angenehme Temperaturen und ein guter Freund als Begleiter – was will man mehr? Gemeinsam mit Christoph habe ich mich wieder einmal auf eine meiner Lieblingstouren am Samerberg gemacht. Für ihn war die Wanderung allerdings eine Premiere: Diesen stillen und etwas versteckten Ort kannte er bisher noch nicht.
Die Tour führt über eine Almstraße hinauf zu einem idyllisch gelegenen Almgebäude und von dort weglos hinüber auf einen Bergrücken, auf dem wir Brotzeit machen. Es ist kein richtiger Berggipfel sondern nur ein schöner Wiesenrücken, von dem sich wieder der vertraute Blick über die herrliche Landschaft bietet, von der Hochries bis hinüber zum Spitzstein. Unterhalb sind noch Kühe auf der Weide. Schon vor einigen Jahren hatte ich hier in den Samerberger Nachrichten die besondere Ruhe und die wunderschöne Landschaft beschrieben. Viel hat sich seitdem erfreulicherweise nicht verändert. Wieder herrschte diese angenehme Ruhe, die man bei vielen bekannten Wanderzielen am Samerberg inzwischen nicht mehr selbstverständlich findet. Christoph war jedenfalls angetan von diesem bisher für ihn unbekannten Wanderziel.
Gerade solche Touren gefallen mir besonders: kein spektakulärer Gipfel, keine überfüllte Alm und kein touristischer Trubel – dafür schöne Wege, eine wunderbare Landschaft und immer wieder neue Ausblicke. Auch diesmal waren wir auf weiten Strecken nahezu allein unterwegs. Lediglich zwischen Obersulzberg und Haus begegneten uns einige Radfahrer. Auch in den Weilern sahen wir keine Menschenseele. Und vielleicht ist es gerade diese Unaufgeregtheit, die den besonderen Reiz dieser Wanderung ausmacht. Deshalb verrate ich auch diesmal nicht genau, wo sich dieses kleine Almidyll befindet. Es wäre schade, wenn aus dem stillen Geheimtipp eines Tages ein viel besuchtes Ausflugsziel würde.



















