Naturbeobachtungen im Chiemgau –
Am frühen Morgen bei einem Spaziergang in der Kendlmühlfilze steht der Dunst noch auf den Wiesen. Die Sonne durchbricht das Laub und lässt die Blätter golden glitzern. Im feuchten Gras wartet eine Wespenspinne in ihrem großen Netz auf Beute. Durch den Morgentau sieht das Spinnennetz wie eine Reihe glitzernder Perlen aus. Auf dem Waldboden zeigt sich ein weißer, haarförmiger Belag – ein Köpfchenschimmel, der im Wald als Zersetzer von Totholz und Laub dient. Der Name kommt von winzigen kugeligen Sporenkapseln, die auf Fäden sitzen. Kann man sehr gut in der Vergrößerung sehen.
An den Sträuchern hängen üppige rote Früchte wie Hagebutten, Feuerdorn und Schneeball. Nach der langen Trockenheit schießen nun endlich die Pilze aus dem Boden: Ein Riesenschirmling steht direkt am Wegrand und dicht daneben ein kleinerer Schirmling.
So zeigt sich der Herbst in der Kendlmühlfilze und in Sachrang von seiner bunten, aber auch vergänglichen Seite.
Text und Fotos: Ursula Schottroff













