Zum Internationalen Tag der älteren Menschen (1. Oktober) rückt Ernährungsministerin Michaela Kaniber die Bedeutung ausgewogener, bedarfsgerechter Ernährung im Alter in den Mittelpunkt: „Eine gute Mahlzeit bedeutet mehr als nur mit wichtigen Nährstoffen versorgt zu sein. Essen kann Genuss, Wohlbefinden und Gemeinschaft schenken. Und sie kann sogar wohlige Erinnerungen an schöne Momente wachrufen.“ Insofern sei es nicht nur wichtig, dass die Verpflegung älterer Menschen bedarfsgerecht ist. „Unerlässlich ist auch das Wissen darüber, was ältere Menschen tatsächlich brauchen“, so die Ministerin weiter, die allen dankt, die sich täglich dafür einsetzen, dass Seniorinnen und Senioren auch in der Gemeinschaftsverpflegung im Freistaat gut versorgt werden.
Gute Ernährung trägt wesentlich zu Gesundheit und Lebensqualität bei. Gerade im Alter kann der Appetit nachlassen, sich die Sinneswahrnehmung verändern oder der Stoffwechsel verlangsamen. Genauso können Erkrankungen ursächlich für eine unzureichende Versorgung sein. Mangelernährung im Alter ist keine Randerscheinung. Umso wichtiger sind eine bedarfsgerechte, attraktive Ernährung sowie Fachwissen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken.
Das Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) veranstaltet anlässlich des Bayerischen Präventionstags (12. Oktober 2026) die Online-Infoveranstaltung „Ernährung im Alter – gemeinsam gegen Mangelernährung“. Die Veranstaltung richtet sich an alle Fachkräfte im Bereich Seniorenernährung und an Verpflegungsverantwortliche in Seniorenheimen. Im Fokus stehen Ursachen, Folgen und Präventionsmöglichkeiten. Zudem gibt es Gelegenheit zum Austausch mit Dr. Linda Weber (Institut für Biomedizin des Alterns, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) sowie mit Prof. Dr. med. Johannes Erdmann (Fakultät Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf).
Im Rahmen der „Woche gegen Mangelernährung“ (9. bis 13. November 2026) bieten die Sachgebiete Gemeinschaftsverpflegung an acht Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Workshops und Vorträge zum Thema an. Unter anderem geht es dabei um gemeinsame Mahlzeiten, das Zusammenspiel von Medikamenten und Ernährung sowie Veränderungen der Esskultur in Senioreneinrichtungen.
„Eine älter werdende Gesellschaft braucht eine Ernährung, die auch den alternden Menschen in den Mittelpunkt stellt. Bayern leistet dazu einen Beitrag – mit dem Vermitteln von Wissen durch unsere praxisnahen Angebote. Wir bieten dabei immer auch eine Plattform, sich untereinander zu vernetzen und auszutauschen, weil es die „best practice“-Beispiele sind, die andere anspornen, beispielsweise Seniorenverpflegung vorbildhaft zu gestalten“, betont Ernährungsministerin Michaela Kaniber abschließend.
Gute Ernährung berücksichtigt nicht nur den Nährstoffbedarf, sondern auch persönliche Bedürfnisse, Genuss, Esskultur und Gemeinschaft. Die Bayerische Ernährungsstrategie nimmt sowohl die Verpflegung in Einrichtungen für ältere Menschen als auch das Essen von Seniorinnen und Senioren zuhause in den Blick und damit auch die besondere Bedeutung einer guten Ernährung im Alter. Denn gutes Essen und eine wertschätzende Verpflegung gehören zu einem guten Leben – in jeder Lebensphase.
Weitere Informationen und die aktuellen Angebote des KErn und der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gibt es unter: https://www.weiterbildung.bayern.de/index.cfm?seite=veranstaltungsliste
Text: StMELF – Foto: Tobias Hase/ StMELF – Koch serviert einer Seniorin ein Essen in einer Einrichtung




