Tourismus

Von der Moorrunde bis zur Tour auf den Polomsattel

Veröffentlicht von Günther Freund

Nationalpark-Führungsprogramm lädt zu besonderen Naturerlebnissen ein

Auch in dieser Woche bietet das Nationalpark-Führungsprogramm erneut vielfältige Möglichkeiten, das Schutzgebiet zu entdecken. Auf dem Programm stehen neben grenzüberschreitenden Touren auch Führungen aus den Reihen „Nationalpark persönlich“ sowie „Nationalpark und Schöpfung“.

Im Rahmen der Reihe „Nationalpark persönlich“ geht es am Samstag, 26. September, um 13 Uhr mit Waldführerin Claudia Melch ins Große Filz bei Riedlhütte. Die Teilnehmer erwartet eine Reise in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des faszinierenden Lebensraums Moor. Wie wurden Moore früher genutzt? Welche Tiere und Pflanzen leben im Filz? Diese und andere Fragen werden bei der gemütlichen Runde beantwortet. Für die Strecke wird keine besondere Kondition benötigt, dem Wetter angepasste Kleidung wird aber ebenso empfohlen wie Sonnen- und Insektenschutz.

„Wo Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen und Körper und Seele zur Ruhe kommen“ lautet der Titel der Wanderung aus der Reihe „Nationalpark und Schöpfung“ am Sonntag, 27. September, um 14 Uhr in Spiegelau. Begleitet wird die Gruppe von Diakonin Gabi Neumann-Beiler und Waldführer Richard Buchner. Die Wanderung dauert dreieinhalb Stunden, die Gehzeit beträgt zwei Stunden. Veranstalter der Führung sind der Nationalpark Bayerischer Wald und Kirche + Tourismus Bayerwald im Ev.-Luth. Dekanat Passau.

Auch grenzüberschreitend kann die wilde Natur wieder entdeckt werden. Am Sonntag, 27. September, radelt Waldführer Stefan Breit von Zwieslerwaldhaus aus über den Grenzübergang Debrník in den Nationalpark Šumava nach Gerlova Huť und im Flusstal der Kremelna weiter zur ehemaligen Ortschaft Zhůří (Haidl am Ahornberg). Hier hat man eine herrliche Aussicht über die Hochebene des Böhmerwaldes. In Hůrka (Hurkenthal) kann die Grabstelle der Glashüttenfamilie Abele besichtigt werden. Nachdem der Polomsattel, mit rund 1200 Metern die höchste Stelle der Tour, überwunden ist, geht es nur noch bergab und über den Grenzübergang Debrník wieder zurück nach Zwieslerwaldhaus. Die Radtour ist mit zirka 48 Kilometern Länge als mittel einzustufen und dauert zirka sechs Stunden.

Auch zu Fuß geht es am Sonntag, 27. September, in den Nationalpark Šumava. Waldführer Dieter Weber wandert mit allen Interessierten von Finsterau zur Alten Klause und weiter zur Reschbachklause. Nach einem Anstieg auf den Siebensteinkopf (1263 Meter) geht es hinab zum Grenzübergang und weiter zu den verlassenen Ortschaften Bucina (Buchwald) und Knizeci Plane (Fürstenhut). Über die Teufelsbachklause und das Moorgebiet Finsterauer Filz gelangt die Gruppe wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Die Wiedervernässung und Bedeutung von Mooren sind dabei genauso Thema wie der frühere Holztransport und die Waldentwicklung im Nationalpark. Die mittelschwere Tour ist 15 Kilometer lang.

Der genaue Treffpunkt zu den Touren wird bei der Anmeldung bekannt gegeben. Mitzubringen sind jeweils dem Wetter angepasste Kleidung, festes Schuhwerk, ausreichend Verpflegung sowie bei Šumava-Touren der Ausweis. Bei Radtouren besteht Helmpflicht.

Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung beim Nationalpark Führungsservice via nationalpark@fuehrungsservice.de oder 0800 0776650 möglichst frühzeitig erforderlich, spätestens jedoch einen Tag vorher bis 17 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen bis 13 Uhr.

 

Die Sonderführungen auf einen Blick:

Nationalpark persönlich: Führung mit Waldführerin Claudia Melch am Samstag, 26. September, um 13 Uhr

Grenzüberschreitende Radtour mit Waldführer Stefan Breit von Zwieslerwaldhaus aus am Sonntag, 27. September, um 10 Uhr

Grenzüberschreitende Wanderung mit Waldführer Dieter Weber von Finsterau aus am Sonntag, 27. September, um 10 Uhr

Nationalpark und Schöpfung: Wanderung bei Spiegelau mit Diakonin Gabi Neumann-Beiler und Waldführer Richard Buchner am Sonntag, 27. September, um 14 Uhr


Redaktion

Günther Freund

1944 in Bad Reichenhall geboren, Abitur in Bad Reichenhall, nach dem Studium der Geodäsie in München 3 Jahre Referendarzeit in der Vermessungs- und Flurbereinigungsverwaltung mit Staatsexamen, 12 Jahre Amtsleiterstellverteter am Vermessungsamt Freyung, 3 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Zwiesel und 23 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Freyung (nach Verwaltungsreform mit Vermessungsamt Zwiesel als Aussenstelle). Seit 2009 im Ruhestand, seitdem in Prien am Chiemsee wohnhaft.

Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich geschützt!