Tourismus

RO: “Tag der offenen Gartentür”

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Am „Tag der offenen Gartentür” erschließen sich die sonst verborgenen kleinen Paradiese privater Gärten mit ihrer Vielfalt und reichen Gartenkultur, so kann man es der Seite des Kreisverband Rosenheim e.V. entnehmen.

Eine vom Landkreis Rosenheim ausgearbeitete Route unter der Federführung von Kreisverband Rosenheim, dem Bezirksverband (Kreisfachberandung) und den mitwirkenden Gartenbauvereinen verband am letzten Wochenende Gärten in den Gemeinden Breitbrunn, Gstadt, Eggstätt und Bad Endorf (Ortsteil Hemhof). Neben neun Privatgärten standen den Besuchern die Staudenpflanzungen am Rathaus Breitbrunn sowie der „Hofanger“ in Gstadt offen.

Großen Anklang fand die Anlage der Familie Friedrich im Breitbrunner Ortsteil Kämpfenthal, bei der sich die Besucher im wahrsten Sinne des Wortes die „Gartentüre in die Hand gaben“. Mit der Thematik „Artenreich mit Feingefühl“ gestalten die Besitzer seit über 25 Jahren ihren 2500 Quadratmeter großen Hausgarten, der sich rund um ein ehemaliges Scheunengebäude schlängelt. Vom Obst- und Gemüsegarten über Steingarten und Zierpflanzen bis hin zum Selbstversorgergarten kann man hier fast alles finden. Ebenso sind Bienenvölker und Pflanzen und Nahrung für heimische Tiere zu finden.

Ganz anders geartet ist der Garten Breitbrunner Familie Arpé. Der Besitzer hat aus der Not von zwei vorbeilaufenden Straßen eine Tugend gemacht und ein Up-Cycling gewählt. Beim Anlegen wurden alte Dachziegel zu kleinen Mauern aufgestapelt, die das Gebäude vom Autolärm abschirmen und gleichzeitig besondere Rückzugsorte auf dem Grundstück bieten. Mit einem Hang zu Exotik findet man neben Bananenstauden auch winterharte Hanfpalmen.

Die öffentlichen Grünflächen rund um den Breitbrunner Rathausvorplatz wurden pflegeleicht und attraktiv gestaltet. Konkurrenzstarke Stauden wie zum Beispiel Sonnenhut wurden in Gruppen vergesellschaftet und bieten so wenig Platz für unerwünschte Beikräuter, heißt es in der Beschreibung. Eine vielfältige Bepflanzung ist insektenfreundlich aber auch ideal, um einen ansprechenden öffentlichen Platz zu gestalten.

Herzstück des Gstadter Hofanger-Geländes ist der Heilpflanzen-Schaugarten. Er beinhaltet Kräuterbeete, so zum Beispiel auch Pflanzen der Hildegard von Bingen. Ein besonders sinnliches Erlebnis bieten Duftpfanzen und essbare Blüten. Aber auch Rosenbeete in ihrer ganzen Blütenpracht säumen die Anlage.

Für hungrige Fußgänger und Radler hatte das Orga-Team um Vorstand Sepp Fritz einen Getränkestand und gegrillte Lammbratwürste am Hofanger zur Verfügung gestellt.

Bericht und Bilder: Tschali Wastl

 

 

 

 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich geschützt!