Solidarität & Lichtblicke

Johann-Nepomuk-von-Kurz-Zentrum

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Jubiläumsfest: 50 Jahre Johann-Nepomuk-von-Kurz-Zentrum

Seit nunmehr fünf Jahrzehnten sorgt das Johann-Nepomuk-von-Kurz-Zentrum in Ingolstadt dafür, dass Kinder und Jugendliche mit körperlichen und motorischen Einschränkungen einen guten Start ins Leben bekommen: ein Grund zum Feiern. Aus diesem Anlass findet am kommenden Samstag (20.6.) von 10 bis 15 Uhr im Kavalier Elbracht ein großes Jubiläums-Sommerfest statt.

Eingeladen sind die Kinder und Jugendlichen, ihre Familien, ehemalige Schülerinnen und Schülern sowie die aktuellen und ehemaligen Mitarbeitenden der Einrichtung, die seit 1987 zum Bezirk Oberbayern gehört. Eröffnet wird das Fest mit einer Gesprächsrunde, u. a. mit dem stellvertretenden Bezirkstagspräsidenten Rainer Schneider und Ingolstadts Oberbürgermeister Dr. Michael Kern.

Die Einrichtung heißt seit vergangenem Jahr offiziell Johann-Nepomuk-von-Kurz-Zentrum Ingolstadt oder kurz JNVK-Zentrum. Neben einer Schule umfasst das Haus eine Schulvorbereitende Einrichtung, eine Heilpädagogische Tagesstätte und eine offene Ganztagsbetreuung. Derzeit besuchen 103 Kinder und 103 Kinder und Jugendliche aus der gesamten Region 10, zu der Ingolstadt, Neuburg, Pfaffenhofen und Eichstätt gehören die Bezirkseinrichtung im Kavalier Elbracht. Sie verbindet, dass sie dauerhafte körperliche Beeinträchtigungen haben – hervorgerufen zum Beispiel durch Epilepsie, infantile Zerebralparese, Muskelerkrankungen oder Querschnittslähmungen. Die Schülerinnen und Schüler In Ingolstadt werden sie je nach ihrem Leistungsvermögen und mithilfe unterschiedlichster Angebote gefördert. Um das zu leisten, braucht es ein großes Team. Rund 70 Mitarbeitende arbeiten im Zentrum, darunter Lehrkräfte ebenso wie Mitarbeitende in der Therapie, Kinderpflege und Schulbegleitung sowie junge Leute, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren.

Mit neun Kindern begonnen

Gegründet wurde die Johann-Nepomuk-von-Kurz-Schule 1976. Vorausgegangen war eine Initiative von Eltern köperbehinderter Kinder, die sich bei der Stadt für eine spezielle Klasse eingesetzt hatten. Im November 1976 begann für neun Kinder der Unterricht in einer „Sondervolksschule“, getragen von der Stadt Ingolstadt. Im Jahr darauf startete auch eine schulvorbereitende Einrichtung an insgesamt drei Standorten und eine Tagesstätte mit Nachmittagsbetreuung.1984 beschloss die Stadt, Schule und Tagesstätte im historischen Kavalier Elbracht unterzubringen und begann mit der Sanierung.

Drei Jahre später übernahm der Bezirk Oberbayern die Trägerschaft der Einrichtung, die sich nun Johann-Nepomuk-von-Kurz-Schule nannte. Der Namensgeber hatte im 19. Jahrhundert in München ein „pädagogisch-technisches Wohltätigkeitsinstitut“ für Kinder mit Behinderungen gegründet. Der Bezirk Oberbayern baute die alte Festung Elbracht aus und errichtete von 1993 bis 1996 diverse Sportanlagen, darunter eine Schwimmhalle. Zum runden Jubiläum steht nun eine deutliche räumliche Verbesserung in Aussicht: In Ingolstadt-Friedrichshofen wird im Sommer 2027 ein Neubau begonnen, der bis 2029 bezugsfertig sein soll.

Bericht: Bezirk Oberbayern

Fotos: Wolfgang Englmaier, ©  Bezirk Oberbayern


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Toni Hötzelsperger

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