Ohne 24-Stunden Assistenz wäre Kristinas Alltag nicht möglich. Mit ihrem siebenköpfigen Team organisiert die spastisch behinderte Frau ihr Leben selbst – und zeigt, wie Inklusion im Alltag gelingen kann. Das Porträt “Meine sieben Assistenten und ich” aus der Reihe “Lebenslinien” ist am 8. Juni um 22.00 Uhr im BR Fernsehen zu sehen und schon ab 4. Juni in der ARD Mediathek.
Kristina kommt mit einer spastischen Lähmung an Armen und Beinen zur Welt. Ihre Eltern entscheiden sich bewusst gegen eine “Sonderrolle” für ihre Tochter und schicken das Mädchen in einen Regelkindergarten und dann in eine Regelschule. Diese frühe Erfahrung von Normalität und Zugehörigkeit legt den Grundstein für ihre innere Stärke. Und hilft ihr, zahlreiche schmerzhafte Operationen zu verkraften, verbale Angriffe und Anfeindungen auszuhalten und unbeirrt an ihrem Ziel festzuhalten: ein möglichst freies, selbstbestimmtes Leben. Kristina will auf keinen Fall in einem geschützten Raum für Menschen mit Behinderung untergebracht sein. Als junge Studentin entdeckt sie bei einem Praktikum das so genannte Arbeitgebermodell: 24-Stunden-Assistenz, selbst organisiert. Mit Anfang 20 wird sie Arbeitgeberin ihrer eigenen Assistenten. Heute engagiert sich Kristina als Vorsitzende des “Verbunds behinderter ArbeitgeberInnen – Selbstbestimmt Leben e.V.” dafür, dass dieses Modell mehr Menschen offensteht. Nach dem Tod ihrer Eltern verliert sie ihre wichtigste Stütze. Doch sie merkt, dass ihr Assistenzteam mehr ist als Hilfestellung im Alltag – es ist für sie wie eine Familie.
Filminfos und Ausstrahlung:
- Buch und Regie: Monika Manoutschehri
- Redaktion: Sonja Hachenberger (BR)
- Ausstrahlung: Montag, 8. Juni 2026, 22.00 Uhr, BR Fernsehen
- ARD Mediathek: ab Donnerstag, 4. Juni 2026
Am 18. Juni ab 19.05 Uhr ist Kristina Biburger zu Gast im Interview-Format “Die Blaue Couch” bei Bayern 1. Danach auch nachzuhören in ARD Sounds.
Text und Bildmaterial: Bayerischer Rundfunk



