Die Musikkapellen aus Neubeuern, Rohrdorf, Nußdorf und Samerberg gestalteten auf dem Dorfplatz einen eindrucksvollen Konzertabend. Seit 1988 verbindet der Tag der Blasmusik die vier Gemeinden – und zeigte in Törwang zugleich, wie jung und lebendig diese Tradition geblieben ist.

Blasmusik vor großer Kulisse: Beim Tag der Blasmusik in Törwang versammelten sich die Musikkapellen aus Neubeuern, Rohrdorf, Nußdorf und Samerberg zum Gemeinschaftschor auf dem Dorfplatz. Vor zahlreichen Besucherinnen und Besuchern und mit der Samerberger Bergwelt im Hintergrund wurde die seit 1988 gepflegte musikalische Verbindung der vier Gemeinden eindrucksvoll erlebbar.
Samerberg/Törwang – Es war ein Abend, an dem der Dorfplatz von Törwang mehr wurde als nur der vertraute Mittelpunkt des Ortes. Im warmen Licht der Abendsonne, eingerahmt von den historischen Häusern und der Samerberger Bergkulisse, versammelten sich am Freitag zahlreiche Besucherinnen und Besucher zum Tag der Blasmusik. Vier Musikkapellen kamen zusammen, um gemeinsam zu musizieren: die Kapellen aus Neubeuern, Rohrdorf, Nußdorf und Samerberg.

Mit Konzentration und Freude dabei: Junge Musikerinnen prägen das Bild des Tags der Blasmusik in Törwang. Im Gemeinschaftschor der Kapellen aus Neubeuern, Rohrdorf, Nußdorf und Samerberg wurde eindrucksvoll sichtbar und hörbar, wie lebendig die Blasmusik in der Region weitergetragen wird.
Schon die äußere Szenerie hätte für diesen Abend kaum passender sein können. Die Bänke auf dem Dorfplatz waren gut besetzt, viele Gäste verfolgten das Geschehen stehend am Rand des Platzes oder von den Balkonen der umliegenden Häuser aus. Dazwischen die Musikerinnen und Musiker in ihren Trachten, die Instrumente glänzend im tiefen Abendlicht, dazu die gespannte Erwartung auf ein Programm, das weit mehr versprach als eine Folge einzelner Musikstücke.

Konzentriert im warmen Abendlicht: Unter der Leitung des Dirigenten musizieren die Bläserinnen und Bläser beim Tag der Blasmusik auf dem Törwanger Dorfplatz. Das traditionsreiche Treffen vereinte die Kapellen aus Neubeuern, Rohrdorf, Nußdorf und Samerberg zu einem stimmungsvollen Konzertabend.
Denn der Tag der Blasmusik ist seit jeher auch ein Fest der Begegnung. Vier Gemeinden, vier Kapellen, viele Generationen – verbunden durch eine Musik, die in der Region fest verwurzelt ist und dennoch nichts von ihrer Lebendigkeit verloren hat.
Den festlichen Beginn bildete der Einmarsch der vier Kapellen auf den Törwanger Dorfplatz. Den Auftakt machte die Musikkapelle Neubeuern unter der musikalischen Leitung von Bernd Eutermoser mit dem „Gebirgsschützen-Salut“. Ihr folgte die Musikkapelle Rohrdorf unter Dirigent Christoph Danner mit „Wir grüßen mit Musik“. Anschließend marschierte die Musikkapelle Nußdorf unter der Leitung von Sepp Maurer mit dem Stück „Berglandkinder“ ein. Als vierte Kapelle zog die gastgebende Musikkapelle Samerberg unter Dirigent Benedikt Paul mit „Freude zur Musik“ auf den Dorfplatz.

Die Aufnahme zeigt die Musikkapelle Nußdorf im Zusammenspiel mit den weiteren Kapellen – ein starkes Bild für die musikalische Verbundenheit der vier Gemeinden.
Bereits dieser Einmarsch machte hörbar, was den Charakter der Veranstaltung auszeichnet: Jede Kapelle trat mit ihrer eigenen musikalischen Handschrift auf, und doch gehörten alle von Beginn an zu einem gemeinsamen Abend.
Samerbergs Bürgermeisterin Susanne Kunz begrüßte die Gäste auf dem Dorfplatz. Auch die Bürgermeister der beteiligten Nachbargemeinden waren nach Törwang gekommen. Ihre Anwesenheit unterstrich die Bedeutung dieses musikalischen Treffens, das seit Jahrzehnten nicht nur Kapellen, sondern auch Gemeinden miteinander verbindet.

Junges Gesicht der Blasmusik: Mit der geschmückten Tafel der Musikkapelle Rohrdorf nahm der junge Taferlbua am Tag der Blasmusik in Törwang seinen Platz vor der Kapelle ein. Sein Auftritt steht sinnbildlich für eine musikalische Tradition, die von der nächsten Generation mitgetragen wird.
Der Ursprung dieser Tradition reicht bis in das Jahr 1988 zurück. Damals fand der Tag der Blasmusik erstmals in Neubeuern statt. Seither wechselt der Veranstaltungsort zwischen Neubeuern, Rohrdorf, Nußdorf und Samerberg. Über inzwischen 38 Jahre ist daraus eine feste Verbindung gewachsen, die von den beteiligten Kapellen ebenso getragen wird wie von einem Publikum, das dieser Veranstaltung Jahr für Jahr mit großer Wertschätzung begegnet.

Mit ganzer Kraft für den gemeinsamen Klang: Vom erhöhten Platz mitten im Publikum dirigiert Benedikt Paul den Gemeinschaftschor der Musikkapellen aus Neubeuern, Rohrdorf, Nußdorf und Samerberg. Der gemeinsame Auftritt auf dem Törwanger Dorfplatz wurde zum musikalischen Höhepunkt des Tags der Blasmusik.
Gerade in Törwang zeigte sich, worin die besondere Qualität dieses Tages liegt. Der Abend wirkte nicht wie eine Pflichtübung im Kalender der Vereine, sondern wie ein Fest, auf das sich Musikantinnen, Musikanten und Zuhörer gleichermaßen gefreut hatten. Die vertraute Kulisse des Dorfplatzes, die Trachten, die Musik und das gesellige Miteinander verbanden sich zu einer Atmosphäre, die ungekünstelt und gerade deshalb besonders eindrucksvoll war.

Begegnung am Rande des Festes: Auch abseits der musikalischen Darbietungen prägten persönliche Momente den Tag der Blasmusik in Törwang. Der Abend auf dem Dorfplatz wurde damit nicht nur zu einem Konzert der vier Musikkapellen, sondern auch zu einem Fest des Miteinanders.
Nach dem Einmarsch präsentierten die vier Kapellen im Platzkonzert ein abwechslungsreiches Programm. Die Musikkapelle Neubeuern eröffnete ihre erste Runde mit „Wir leben Blasmusik“ von Peter Leitner. Die Musikkapelle Rohrdorf brachte mit „Viribus Unitis“ – „Mit vereinten Kräften“ – einen Konzertmarsch von Josef Bach zu Gehör. Anschließend spielte die Musikkapelle Nußdorf die „Archivistenpolka“ von Markus Nimmervoll, bevor die Musikkapelle Samerberg mit dem Walzer „A guad’s Lüfterl“ von Lukas Bruckmeyer einen beschwingten Akzent setzte.

Aufmerksam im Publikum: Samerbergs Bürgermeisterin Susanne Kunz verfolgt den Gemeinschaftschor beim Tag der Blasmusik auf dem Dorfplatz in Törwang. Zu Beginn des Konzertabends hatte sie die Gäste vor dem Samerberger Rathaus begrüßt.
Auch die zweite Runde zeigte die Vielfalt traditioneller Blasmusik. Die Musikkapelle Neubeuern spielte den Konzertmarsch „Blaues Gitter – Rotes Kreuz“ von Tobias C. Roggors, die Musikkapelle Rohrdorf präsentierte die „Brinpolka“ von Karel Hulak. Aus Nußdorf erklang der Konzertmarsch „Jubiläumsgruß“ von Gerald Atzl, während die Musikkapelle Samerberg mit dem „Panorama-Marsch“ von Thomas G. Greiner ihren Beitrag zum Platzkonzert gestaltete.
Das Publikum bedankte sich bei den Kapellen immer wieder mit kräftigem Applaus. Doch nicht nur die musikalische Qualität des Abends beeindruckte. Besonders deutlich wurde auch, wie lebendig die Blasmusik in den beteiligten Gemeinden geblieben ist. In den Reihen der Kapellen standen zahlreiche junge Musikerinnen und Musiker, viele von ihnen mit großer Konzentration und selbstverständlicher Präsenz mitten im musikalischen Geschehen.

Musikalischer Auftakt auf dem Dorfplatz: Angeführt vom Taferlbua zog die Musikkapelle Neubeuern beim Tag der Blasmusik in Törwang ein. Unter der Leitung von Bernd Eutermoser eröffnete sie den festlichen Einmarsch der vier beteiligten Kapellen mit dem „Gebirgsschützen-Salut“.
Gerade diese Bilder verliehen dem Abend eine besondere Aussagekraft: Hier wurde nicht lediglich eine überlieferte Tradition bewahrt. Hier wurde sie weitergetragen – von Menschen, die mit Freude, Können und sichtbarem Engagement selbst Teil dieser Kultur geworden sind. Erfahrene Musikanten standen neben jungen Musikerinnen und Musikern, und gemeinsam zeigten sie, dass Blasmusik am Samerberg und in den Nachbargemeinden nicht rückwärtsgewandt ist, sondern eine lebendige Form von Gemeinschaft besitzt.

Einmarsch vor heimischer Kulisse: Als vierte der beteiligten Kapellen zieht die Musikkapelle Samerberg unter der Leitung von Benedikt Paul mit „Freude zur Musik“ auf den Dorfplatz in Törwang ein. Im warmen Abendlicht wird sie von den bereits versammelten Musikantinnen und Musikanten sowie dem zahlreichen Publikum empfangen.
Zum musikalischen Höhepunkt wurde schließlich der Gemeinschaftschor aller vier Kapellen. Nun standen die Musikerinnen und Musiker aus Neubeuern, Rohrdorf, Nußdorf und Samerberg gemeinsam auf dem Dorfplatz. Wo zuvor die einzelnen Klangkörper nacheinander zu hören gewesen waren, entstand nun ein großer gemeinsamer Klang, der den Platz füllte und den Abend auf eindrucksvolle Weise zusammenführte.
Mit „Begegnung“ von Gottfried Veit begann dieser gemeinsame Teil des Konzerts mit einem Stück, dessen Titel kaum passender hätte sein können. Begegnung war an diesem Abend nicht nur ein Programmpunkt, sondern sein eigentlicher Grundgedanke: die Begegnung der Kapellen, der Gemeinden, der Generationen und der vielen Menschen, die auf dem Dorfplatz zusammengekommen waren.

Blasmusik mitten im Dorfleben: Vor der ortsbildprägenden Kulisse des Schusterhäuschens und des Gasthofs zur Post gestaltet die Musikkapelle Samerberg ihren Auftritt beim Tag der Blasmusik auf dem Törwanger Dorfplatz. Dicht umringt vom Publikum wurde das Platzkonzert zu einem stimmungsvollen Gemeinschaftserlebnis.
Es folgte der „Kaiserjägermarsch“ von Karl Mühlberger, bevor der Gemeinschaftschor mit der gemeinsam gespielten Bayernhymne in der zweiten Fassung in As-Dur einen festlichen und würdigen Schlusspunkt setzte. Als die Musikerinnen und Musiker aller vier Kapellen gemeinsam auf dem Platz standen, wurde noch einmal besonders deutlich, welche Kraft in dieser seit Jahrzehnten gepflegten Verbindung liegt.
Für Getränke und eine kleine Brotzeit sorgte die Freiwillige Feuerwehr Törwang. Damit blieb nach dem musikalischen Teil auch Zeit für Gespräche, Begegnungen und einen geselligen Ausklang eines Abends, der vielen Besucherinnen und Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.

Zu Gast beim Tag der Blasmusik: Neubeuerns Bürgermeister Christoph Schneider besuchte den Konzertabend auf dem Dorfplatz in Törwang gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth und ihrem Sohn. Neubeuern war 1988 der erste Austragungsort des traditionsreichen Treffens der vier Musikkapellen.
Der Tag der Blasmusik in Törwang zeigte eindrucksvoll, dass eine über Jahrzehnte gepflegte Tradition nicht stillstehen muss. Seit 1988 kommen die vier Kapellen aus Neubeuern, Rohrdorf, Nußdorf und Samerberg zusammen – und auch nach 38 Jahren besitzt dieses musikalische Treffen eine bemerkenswerte Kraft.

Auch für den traditionellen Gruß ist gesorgt: Zwei Marketenderinnen der Musikkapelle Nußdorf füllen vor ihrem Auftritt beim Tag der Blasmusik in Törwang ihr Schnapsfässchen auf. Ein heiterer Moment am Rande eines musikalischen Abends, bei dem Tracht, Brauchtum und Gemeinschaft ganz selbstverständlich zusammengehörten.
Vielleicht lag das Schönste dieses Abends gerade darin, dass hier nichts museal wirkte. Zwischen den historischen Häusern des Dorfplatzes, in Tracht und im warmen Licht eines Frühsommerabends, standen erfahrene Musikanten neben jungen Musikerinnen und Musikern, die diese Kultur längst selbstbewusst weitertragen. Vier Kapellen wurden im Gemeinschaftschor zu einem großen Klangkörper, und ein voller Dorfplatz hörte ihnen zu.
An diesem Abend wurde Heimat nicht erklärt. Man konnte sie hören – und sehen, dass sie weiterlebt.
Fotos: Rainer Nitzsche



