Tourismus

Neue Bike-Touren für den Chiemgau

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Chiemgau Tourismus eröffnet am 9. Mai zehn neue Gravelbike-Touren
Geschäftsführer Franz Bauer: „Meilenstein der touristischen Produktentwicklung“

Der Chiemgau hat ein neues Leuchtturmprojekt: Mit den zehn neu entwickelten Gravelbike-Touren „Chiemgau Gravel Escapes“ spricht Chiemgau Tourismus nun die wachsende Fangemeinde des Gravel-Sports an. Die Touren und ihre Titel sind laut Geschäftsführer Franz Bauer „sehr nah an den Wünschen und Erwartungen der Gravel-Fans entwickelt“. Zahlreiche Vertreter aus Touristinfos, Bauhöfen, Radläden sowie Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich rund ein Jahr lang an der gemeinschaftlichen Konzeption und Umsetzung. Als Experte begleitete der Berater für Gravel- und Mountainbike-Konzepte Max Seidl aus Gstadt die Entstehung der Touren.

Grundlage: Bevölkerung, Fachleute und Marktforschung

Für Franz Bauer sind die „Chiemgau Gravel Escapes“ ein Meilenstein in der touristischen Produktentwicklung: „Einerseits haben wir die Bevölkerung, die Bauhöfe und die Tourismusfachleute aus den Gemeinden intensiv eingebunden. Andererseits haben wir nun ein fertiges Produkt, mit dem wir eine junge, hippe Zielgruppe passgenau ansprechen können. Denn für die touristische Weiterentwicklung und den Erhalt der Wertschöpfung aus dem Tourismus brauchen wir dringend die jungen Generationen als Gäste für den Chiemgau.“ Noch dazu, wie der Tourismusexperte ausführt, wenn es eine Zielgruppe ist, die als Trendsetter wahrgenommen wird und über das „nötige Kleingeld“ verfügt. Außerdem seien unter den Gravelbike-Fans rund 43 Prozent Frauen – so hoch wie bei keiner anderen Radsportart. Gravelbiken eigne sich deshalb sehr gut, um gezielt Frauen anzusprechen. Dies ergab laut Bauer die vorherige intensive Recherche von Chiemgau Tourismus. Auch die ganz eigene Sprache der Gravel-Fans, die sich in den Tourentiteln und -beschreibungen widerspiegelt, ist ein Ergebnis der Marktforschung.

„Chiem Xtreme“: Einmal rund um den Chiemgau

Mit diesem hochwertigen Angebot entwickelt sich der Chiemgau zu einem der attraktivsten Gravel-Reviere im Alpenvorland. Gravel-Fans finden sowohl entspannte Seerunden als auch herausfordernde Berg-Trails. Die Touren sind zwischen 45 und 86 Kilometer lang. Jede Route hat ihren eigenen Charakter: von lockerem Feierabend-Genuss bis zu anspruchsvollem Training. Das Highlight für ambitionierte Graveller ist die Tour “Chiem Xtreme” mit stolzen 231 Kilometern, die entlang der Außenlinien aller Touren verläuft. Wer sie fährt, umrundet praktisch einmal den Chiemgau. Die Touren verbinden auf ideale Weise fordernde Trainingseinheiten mit dem Naturerlebnis, das nur der Chiemgau bieten kann: die ständige Präsenz von Bergkulisse und weiten Blicken über den Chiemsee und den Waginger See. Alle Touren sind auf der Seite www.chiemsee-chiemgau.info/gravelbiken ebenso wie auf gängigen Tourenportalen wie Komoot als GPX-Track zum Download bereit.

Bei allen Touren ist die umweltfreundliche Anreise mit dem Zug möglich, die jeweiligen Bahnhöfe sind in den Tourenbeschreibungen ausgewiesen.

Eröffnung und gemeinsames Graveln am Samstag, 9. Mai

Am Samstag, 9. Mai, eröffnet Chiemgau Tourismus offiziell die zehn Touren im Rahmen des „Rideout Chiemgau“ in Seeon. Dort treffen sich ab 10 Uhr die Fans des Rennrad- und Gravelsports zu gemeinsamen Ausfahrten, zu Austausch und Genuss. Aussteller präsentieren Neuheiten, für Familien gibt es Hüpfburg und Kinderschminken. Wer die neuen Touren auf Herz und Nieren testen möchte, kann sich den Ausfahrten anschließen: Der „Holy Roler“ führt auf 55 Kilometern an Klöstern und Kirchen im nördlichen Chiemgau vorbei. Auf der Tour 64 Kilometer langen „Everything Alzride“ spielt, wie der Name vermuten lässt, die Alz eine große Rolle. Gegen 15 Uhr, wenn die Teilnehmer der Radtouren wieder zurück sind, gibt Franz Bauer die zehn neuen Touren offiziell frei. Das vollständige Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung stehen im Internet unter www.chiemsee-chiemgau.info/rideout-chiemgau.

Bericht und Fotos: Chiemgau GmbH


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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