Neue Ausstellung im Mesnerhaus: 21. März bis 17. Mai 2026 – „Ein freier Geist, im Wandel treu“ Eugène de Beauharnais zu seinem 200. Todestag – Vom Vizekönig zum Herzog: Eugène de Beauharnais zu seinem 200. Todestag – Ausstellung von 21.3. bis 17.5.2026 des „Freundeskreis Leuchtenberg e. V.“ in Kloster Seeon
Im Ausstellungsbereich des Mesnerhauses in Kloster Seeon wird vom 21. März bis 17. Mai die Wanderausstellung „Ein freier Geist, im Wandel treu – Eugène de Beauharnais zu seinem 200. Todestag“ gezeigt. Diese konzipierte 2024 der „Freundeskreis Leuchtenberg e.V.“ in Kooperation mit Dr. Bernhard Graf (Konzept und Texte) unter der Schirmherrschaft S.K.H. Herzog Franz von Bayern und S.D. Nicolaus Herzog von Leuchtenberg. Die reich bebilderte Ausstellung zeigt die wichtigsten Stationen im Leben von Eugène und seiner Erben. Am vergangenen Freitag wurde die Ausstellung bei einer sehr gut besuchten Vernissage feierlich durch den Bezirkstagspräsidenten Thomas Schwarzenberger, zusammen mit Josef Schönwetter und Dr. Bernhard Graf, eröffnet.
Vor 220 Jahren, am 13.1.1806, heiratete Eugène de Beauharnais (1781–1824) in der Grünen Galerie der Münchner Residenz Auguste Amalie (1788–1851), die älteste Tochter von Max I. Joseph, König von Bayern. Kaum ein anderes Ereignis wirkte sich so nachhaltig auf unsere Heimat aus. Es war der Preis für die Waffenhilfe von Eugènes Adoptiv- und Stiefvater Kaiser Napoléon I. Bonaparte und die Erhebung Bayerns zum Königreich. Nur dadurch sollte Seeon nach der Aufhebung der Benediktinerabtei nach der Säkularisation eine zweite Blütezeit erleben. Ab 1852 sollte sich gerade dieser Ort unter Amélie, Kaiserin-Witwe von Brasilien (1812—1873), der Tochter dieses Ehepaares, zu einem kulturellen Zentrum und zum beliebten Heilbad entfalten.
Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf die wichtigsten Stationen von Eugènes Vita: das frühe, tragische Ableben des Vaters; seine militärische Laufbahn; sein Aufstieg zum Fürsten Frankreichs, „Staatserzkanzler des Kaiserreichs“ und zum Vizekönig von Italien; das höfische Leben in Mailand und Monza an der Seite seiner Gattin Auguste Amalie; seine Erfolge als Feldherr und Diplomat im Kampf gegen Österreich und Tirol (1809); seine Standhaftigkeit während des Russlandfeldzugs (1812/13) und der zu Ende gehenden napoleonischen Ära; die Geburt seiner sieben Kinder; seine Erhebung zum Herzog von Leuchtenberg und Fürsten von Eichstätt (1817); sein Wirken in Ismaning, München und Eichstätt; sein früher Tod und vieles mehr. Sein grandioses Leben war erfüllt von Umbrüchen, Spannung und Dramatik – stets geleitet von seiner Devise „Honneur et Fidélité“, „Ehre und Treue“. Und genau diese überaus schicksalshaften Augenblicke können Besucherinnen und Besucher anhand von drastischen Quellentexten, zeitgenössischen Abbildungen und zusammenfassenden Kommentaren eindrucksvoll erleben.
Rahmenprogramm zur Ausstellung
Am Samstag, 18. April 2026, findet um 17 Uhr im Ausstellungsbereich des Mesnerhauses ein Vortrag von Dr. Bernhard Graf statt, der Eintritt ist frei. Der Kurator der Ausstellung widmet sich in seinem Vortrag der außergewöhnlichen Rolle, die Eugène de Beauharnais zu seinen Lebzeiten spielte. Vielerorts ist er heute als Vizekönig von Italien, Herzog von Leuchtenberg und Fürst von Eichstätt in Vergessenheit geraten. Dabei zeigt sich nicht nur seine von hoher Ethik getragene militärische Laufbahn und Diplomatie in der napoleonischen Ära, sondern auch sein Wirken als Förderer von Kunst, wirtschaftlicher und sozialer Einrichtungen sowie als Bau und Landesherr im Königreich Bayern unter seinem Schwiegervater König Max I. Joseph. Schließlich verdeutlicht sich, wie sich seine Vita auch auf die säkularisierte Benediktinerabtei Seeon ausgewirkt hat.
Ausstellungsort: Mesnerhaus/Klosterladen, Klosterweg 15, 83370 Seeon
Ausstellungsdauer: 21.3. – 17.5.2026, 10 – 12:30 Uhr und 13:30 – 17 Uhr
Bis 31. März 2026 Dienstag Ruhetag – Eintritt: frei
https://www.kloster-seeon.de/veranstaltungen/ausstellung-eugene-de-beauharnais
Bericht und Bilder: Kloster Seeon / Dr. Bernhard Graf
Eugène de Beauharnais als Vizekönig von Italien, anonymes Ölgemälde nach François Pascal Simon Gérard, nach 1814, Privatbesitz © Dr. Bernhard Graf
Auguste Amalie als Vizekönigin von Italien mit Kaiserin Joséphines Kameen-Diadem, Ölgemälde eines anonymen Meisters, nach 1814, Privatbesitz © Dr. Bernhard Graf
Dr. Bernhard Graf in der Ausstellung im Mesnerhaus © Kloster Seeon







