Kultur

BRUCKNER AKADEMIE ORCHESTER lädt ein

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

BRUCKNER AKADEMIE ORCHESTER  –  Sinfonisches Konzert zum Abschluss der 32. Osterakademie

Montag, 13. April 2025, 20 Uhr  – Herkulessaal der Münchner Residenz, Residenzstr. 1, 80539 München. Tickets unter www.muenchenticket.de

Paul Hindemith: Sinfonie „Mathis der Maler“

Anton Bruckner: Sinfonie Nr 9 D-Moll

Jordi Mora, Dirigent

Mathis der Maler ist eine 1934 uraufgeführte Sinfonie über das Leben des Malers Matthias Grünewald zur Zeit der Reformation und der Bauernkriege. Inspiriert zu diesem Werk wurde Hindemith durch den Isenheimer Altar, dessen Bildmotive und Dreiteilung er in den drei Sätzen der Sinfonie musikalisch umsetzt. Das Material verwendete er später auch in seiner gleichnamigen Oper.

Die Sinfonie Nr. 9 d-Moll (WAB 109) ist die letzte Sinfonie von Anton Bruckner, die er gemäß mündlicher Überlieferung “dem lieben Gott” widmete. Drei Sätze konnte er vollenden, den letzten,  hielt  Drei Sätze hat Bruckner vollständig ausgearbeitet, der vierte Satz, das Adagio, blieb unvollendet. Die Sinfonie wird heute als wichtiges Bindeglied zwischen Spätromantik und Moderne angesehen. Bruckner selbst hielt das Adagio für seinen besten und schönsten Satz. Im Bruckner Akademie Orchester treffen sich zweimal jährlich Musiker aus dem In- und Ausland zu einer konzentrierten Probenphase und anschließenden Konzerten unter der Leitung des Dirigenten Jordi Mora. Der Name des Orchesters entspricht der Zielsetzung, das sinfonische Schaffen Bruckners regelmäßig einzustudieren und aufzuführen.

Karten zu EUR 35,-/25,-/15,- (erm. 15,-) bei www.muenchen-ticket.de (Tel. 089 – 54 81 81 81), den bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse

Zu Jordi Mora, Dirigat, Geboren in Barcelona, studierte Jordi Mora Oboe, Musikwissenschaft und Philosophie in Barcelona, Würzburg und München. Seine Dirigierausbildung erhielt er im wesentlichen bei Sergiu Celibidache. Gastdirigate und Konzertreisen führten ihn unter anderem nach Südamerika, USA, Frankreich, Spanien, Russland, Rumänien und Griechenland, wo er mit verschiedenen großen Sinfonieorchestern arbeitete. Von 1983 bis 1993 war Jordi Mora ständiger Chefdirigent des Münchner Jugendorchesters und von 1993 bis 1997 Generalmusikdirektor des Orquestra Simfónica de Vallés (Spanien). 1995 wurde er zum ersten Gastdirigenten des griechischen Staatsorchesters in Athen ernannt. Er war Hauptgastdirigent des Libanon Philharmonic Orchester, wo er hauptsächlich Symphonien von Schostakovitsch und Uraufführungen von Werken libanesischer Komponisten zu Aufführung brachte. Des Weiteren war er Hauptgastdirigent des Orchesters der Franz Schubert Philharmonie. In seiner Heimat gründete er 1999 das Orquestra Simfònica Segle XXI, mit dem er u.a. das ganze symphonische Werk Beethovens, Schumanns und Brahms chronologisch dirigierte.

Dem ausgewiesenen Bruckner-Spezialisten liegt besonders die Förderung des musikalischen Nachwuchses am Herzen. So ist er regelmäßig Jury-Mitglied bei internationalen Musikwettbewerben und führt zahlreiche Orchester- und Interpretationskurse in Europa und Südamerika durch. Von September 2004 bis September 2024 warer Professor für Dirigieren an der Hochschule für Musik in Barcelona. Von 2010 bis 2015 war er als Gastprofessor an der Grieg-Akademie in Bergen/Norwegen tätig. 1992 rief er die jährlich stattfindende Osterakademie ins Leben und ist damit unabkömmlicher »spiritus rector« des Bruckner Akademie Orchesters.

 Zum Bruckner Akademie Orchester

Im 1992 gegründeten Bruckner Akademie Orchester treffen sich jährlich Instrumentalisten verschiedensten Alters aus München und dem In- und Ausland (Holland, Spanien, Italien, Argentinien, USA), um unter der Leitung von Jordi Mora große sinfonische Orchesterwerke zu erarbeiten und bei Konzerten in und um München öffentlich vorzutragen.

Das Bruckner Akademie Orchester zeichnet sich durch die lebendige Art der methodischen Orchesterarbeit und durch ungebremste Freude am Musizieren aus. Der Name des Orchesters entspricht der Zielsetzung, vor allem das sinfonische Schaffen Bruckners regelmäßig einzustudieren und aufzuführen. Außer den Sinfonien Bruckners  standen u.a. auch Tschaikowsky “Pathétique”, César Francks d-Moll-Sinfonie, Sibelius´ 2., Schostakowitschs 5., 7. und 9. Sinfonie und “Tod und Verklärung” von Richard Strauss oder das “Deutsche Requiem” von Brahms auf dem Programm.

Der Erfolg der Osterakademie hat außerdem dazu geführt, dass seit 1999 regelmäßig ein weiteres Treffen im Herbst stattfindet, das anfangs den Namen “Münchner Interpretationstage” trug.  2011 wurde es in „Herbstakademie“ umbenannt. Als Ergänzung zur Osterakademie werden während dieser Arbeitsphase Orchesterwerke für eine kleinere sinfonische Besetzung bzw. für eine reine Streicher- oder Bläserbesetzung erarbeitet.

Bericht und Bilder: Bruckner Akademie Orchester e.V. / Tobias Melle / Christian Felmming

 

 



Redaktion

Toni Hötzelsperger

Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich geschützt!