Eine west-östliche Verbindung wollen sie am 13. November um 20 Uhr im Alten Rathaus in Laufen schaffen und zwar durch die Musik: das Trio Invitation feat. DaniElla gemeinsam mit Rita Garlock-Movsesian. Die Mitarbeiterin im Bereich Kultur- und Eventmanagement im Rathaus Laufen ist auch Sängerin, stammt aus einer armenischen Familie und wuchs später in Österreich auf.
Ihre musikalische Identität verbindet mesopotamische und nahöstliche Einflüsse mit westlicher Klassik und Jazz. Ihr liegt „Kunst als Medium der Kommunikation“ am Herzen. Solch eine weitgespannte Kommunikation zwischen dem Trio Invitation (Helmut Rieger: Klavier, Klarinette, Thomas Heinelt: Kontrabass, Jaroslaw Rafalsky: Schlagzeug), Daniella Böhm und der armenischen Sängerin ist ein Experiment zum Thema „West-Eastern Connection“. Die Pressevertreterin sprach mit den beiden Sängerinnen Daniella Böhm und Rita Garlock-Movsesian.
Heimatzeitung: Das Trio Invitation trifft an diesem Abend auf Rita Garlock-Movsesian. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit und welche neuen musikalischen Impulse bringt diese Konstellation mit sich?
Rita Garlock: Ich bin Daniella Böhm und dem Trio Invitation durch meine Tätigkeit als Veranstaltungsorganisatorin, aber auch privat als Musikerin, schon lange bekannt. Ihre Offenheit und ihr Wille, eine neue Farbe in ihre Darbietung zu integrieren, waren der bewegende Grund für diese Zusammenarbeit. Seit 35 Jahren lebe ich im deutschsprachigen Raum, also inzwischen länger als in meiner ursprünglichen Heimat. Davon widme ich mich seit 25 Jahren der Musik meiner Herkunft. Ich wollte schon immer eine verbindende Klangsprache finden, die ein gemeinsames kreatives Schaffen ermöglicht. Heute finde ich es besonders schön, diesen Nachhall in meiner Wahlheimat zu spüren und Teil einer neuen musikalischen Konstellation sein zu dürfen.
Daniella Böhm: Ich bin seit 35 Jahren als Opernsängerin international unterwegs und durfte viele Kulturen kennenlernen. Die Wertschätzung und Neugierde für Rita Movsesian als Sängerin und ihrem kulturellem Background ist groß. Deshalb haben wir sie für dieses Projekt als Gast eingeladen. Während sie mit orientalisch-melismatischen Verzierungen ausdrucksstark den Orient heraufbeschwört, möchte ich in die westliche Hemisphäre mit Chansons, Latin, Swing, Jazz und vielleicht sogar mit „etwas Oper“ entführen – in Arrangements von Helmut Rieger. Für jeden wird etwas dabei sein.
Heimatzeitung: Das Konzert steht unter dem spannenden Motto „East-Western Connection“ bei einem „Tea for Two“. Wie spiegelt sich diese Verbindung zwischen Ost und West in Ihrem Konzert wider?
Rita Garlock: Mit diesen beiden Themen entstehen zugleich zwei Klangwelten. Unbekanntes ist plötzlich überraschend nah, und das Bekanntere darf gern neu erlebt werden. So kann zugleich etwas Gemeinsames entstehen.
HZ.: Was macht diesen Abend zu einem einzigartigen Erlebnis? Auf welche emotionale Reise dürfen sich die Zuhörerinnen und Zuhörer freuen?
Daniella Böhm: Das Konzert möge alle welt-offenen Menschen ansprechen, die Lust haben, neue Klangfarben zu entdecken.
Rita Garlock: Freude auf grenzenloses Erleben! Oft habe ich mir gewünscht, für einen Moment in die Seelen und Gedanken des Publikums blicken zu können – auf der Suche nach dem Beweis, dass Musik, unabhängig von ihrer Sprache und Herkunft, die Kraft hat, zu kommunizieren und dem gemeinsamen kulturellen Erleben einen Sinn zu verleihen.
HZ.: Welche Botschaft oder welches Gefühl möchten Sie dem Publikum an diesem Abend mit auf den Weg geben?
Rita Garlock: Kunst als Werkzeug der Kommunikation wahrzunehmen – das ist schon immer mein Leitfaden gewesen und dient mir als Inspiration für die Programmgestaltung im Alten Rathaus, für die ich ab Januar 2027 verantwortlich bin. Ich freue mich auf dieses gemeinsame Erleben.
Daniela Böhm: Wir möchten Brücken zur jeweils anderen Kultur bauen, Grenzen überwinden und das Publikum Neues entdecken lassen.
Die Fragen stellte Brigitte Janoschka
Fotos: Daniella Böhm: Zeilko Zaplatcic
Rita Garlock-Movsesian: Stefan Zenzmaier




