Lebenswege früher Archäologinnen – Vernissage am 17. Oktober, Posterausstellung bis 29. November
Das ReichenhallMuseum war im Jahr 2024 Teil des Forschungsprojektes „AktArcha“ (Akteurinnen archäologischer Forschung) der Universität der Bundeswehr München, das Biografien und Tätigkeiten von ca. 690 archäologisch arbeitenden Frauen im deutschsprachigen Raum vom späten 18. bis ins 20. Jahrhundert, analysiere.
Im Rahmen des Projektes entstand die Wanderausstellung, die nun den teilnehmenden Museen zur Verfügung gestellt wurde. Frauen wirkten seit dem späten 18. Jahrhundert als Altertumskundlerinnen und Archäologinnen. Lange bevor Frauen an den Universitäten zugelassen waren, lange bevor Archäologie als akademisches Fach etabliert war, sammelten sie, gruben aus, zeichneten, foto¬grafierten, -katalogisierten, ¬inventarisierten, schrieben wissenschaftliche Werke und entwickelten dabei neue Methoden. Sie schufen damit wichtige Grundlagen der Archäologie. Viele dieser Frauen waren zu ihrer Zeit wegen ihrer Fachkenntnis und ihrer Beiträge zur Wissenschaft hoch geschätzt. Andere blieben im Schatten ihrer Ehemänner oder Vorgesetzten. Heute sind sie und ihre Pionierleistungen in der Öffentlichkeit kaum mehr bekannt.

Archäologinnen: Zeichnung Jens Notroff
Lebenswege und Leistungen ausgewählter zehn Frauen sichtbar zu machen, ist ein Ziel dieser Wanderaus¬stellung. Im Mittelpunkt steht das Leben und Wirken der Reichenhaller Archäologin Liselotte Mertig.
Die Posterausstellung gastiert bis 29. November im ReichenhallMuseum und kann zu den Öffnungszeiten (Freitag bis Sonntag, 10.30 bis 16.00 Uhr) besichtigt werden.
Vernissage am 17. Oktober, 18.00 Uhr im ReichenhallMuseum, Getreidegasse 4




