Bei einem Gespräch mit Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer wurde die Verkehrssituation im Ortsteil Axdorf eingehend erläutert. Im Mittelpunkt stand die Forderung nach einer Bedarfsampel als sichere Querungshilfe für Fußgänger.
Als wesentliche Ursache für die deutlich gestiegene Verkehrsbelastung wird der Ausbau der Bahnunterführung in Haslach-Süd sowie die Erweiterung der Südspange gesehen. Zusätzlich sorgen neu entstandene und weiterhin entstehende Gewerbeansiedlungen für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen durch den Ort. Die Straßenführung in Axdorf ist durch eine langgezogene Kurve geprägt, die die Sichtverhältnisse erheblich einschränkt. Das Überqueren der stark befahrenen Straße stellt insbesondere für Schulkinder, ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie Familien täglich eine Herausforderung dar und birgt vermeidbare Gefahren.
Während am Morgen ein Schulweghelfer für mehr Sicherheit sorgt, sind Kinder zu den übrigen Tageszeiten auf sich allein gestellt. Insbesondere am Mittag sowie am frühen Abend, wenn viele Kinder auf dem Heimweg sind und gleichzeitig dichter Berufsverkehr die Ortsdurchfahrt belastet, wird das Überqueren der Straße zur Gefahr. Viele Eltern sehen sich gezwungen, ihre Kinder zu begleiten oder Fahrdienste zu organisieren, um ihnen einen sicheren Weg nach Hause zu ermöglichen.Der Wunsch nach einer Ampel besteht in Axdorf bereits generationenübergreifend und wird von einem breiten Teil der Dorfgemeinschaft getragen. Als Ausdruck dieses gemeinsamen Anliegens konnten insgesamt 149 Unterschriften von volljährigen Bewohnerinnen und Bewohnern gesammelt werden. Die Unterschriften wurden symbolisch von Familie Rosenegger und Familie Widmann an Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer übergeben. Ergänzend dazu wurden 43 Kinder und Jugendliche erfasst, 33 davon im Alter von einem bis zehn Jahren, die unmittelbar von einer sicheren Querungshilfe profitieren würden.
Herr Hümmer zeigte Verständnis für die Situation und die Anliegen der Anwohner. Er sagte: „Die überreichten Unterschriften zeigen deutlich, wie wichtig den Bürgerinnen und Bürgern in Axdorf eine sichere Überquerung der Straße ist. Ich kann die Sorgen und den Wunsch nach einer Fußgängerampel sehr gut nachvollziehen, insbesondere wenn es um die Sicherheit unserer Kinder geht. Deshalb nehme ich dieses Anliegen und das Engagement der Bürgerinnen und Bürger sehr ernst. Allerdings liegt die Entscheidung über eine Ampel oder einen Fußgängerüberweg nicht in den Händen der Stadt. Da es sich um eine Staatsstraße handelt, müssen die Polizei und das Staatliche Bauamt Traunstein einbezogen werden. Ich werde mich beim Staatlichen Bauamt für eine Lösung einsetzen.“
Als nächster Schritt wurde eine Verkehrsschau vereinbart: Der Ortstermin findet am Montag, 16. November 2026, um 16:30 Uhr statt.
Die Initiatoren der Unterschriftenaktion verfolgen mit ihrem Engagement das Ziel, die Verkehrssicherheit im Ort nachhaltig zu verbessern und insbesondere Kinder, Seniorinnen und Senioren sowie andere schwächere Verkehrsteilnehmer besser zu schützen. Das Gespräch mit Oberbürgermeister Hümmer stimmt die Initiatoren zuversichtlich, dass sich in Sachen Ampel etwas in Bewegung gesetzt hat.
Text und Bildmaterial: Stadt Traunstein – Vertreter der Axdorfer überreichen Unterschriften für eine Fußgängerampel an die Stadtspitze




