Der Tod von Bayerns Wirtschaftsminister und stellvertretendem Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger hat große Bestürzung ausgelöst. In Stellungnahmen würdigen politische Weggefährten, der Bayerische Bauernverband und Kardinal Reinhard Marx sein Wirken und erinnern an persönliche Begegnungen. Ihre Anteilnahme gilt seiner Familie und seinen Angehörigen.
Hubert Aiwanger ist am 4. November im Alter von 55 Jahren verstorben. Seit November 2018 stand er an der Spitze des Bayerischen Wirtschaftsministeriums und war stellvertretender Ministerpräsident. Die Samerberger Nachrichten haben mehrere Stellungnahmen mit der Bitte um Veröffentlichung erhalten. Nachfolgend geben wir zentrale Aussagen daraus wieder.
Markus Söder erinnert an die gemeinsame Regierungsarbeit
Ministerpräsident Dr. Markus Söder zeigt sich persönlich schockiert und tief getroffen. „Bayern verliert mit Hubert Aiwanger eine prägende Figur“, erklärt er. Er würdigt dessen Verwurzelung im ländlichen Raum, seine Bescheidenheit und seinen großen Einsatz – sowohl für politische Grundsatzfragen als auch für die kleinen Anliegen der Menschen.
Trotz unterschiedlicher Positionen in einzelnen Fragen habe man eng und gut zusammengearbeitet. Besonders fehlen würden ihm auch die persönlichen Begegnungen: „Ich werde seine Arbeit, seinen Humor und die Gespräche mit ihm sehr vermissen.“
Florian Streibl und Josef Lausch würdigen seinen Einsatz für Bayern
In einer Stellungnahme von Florian Streibl, Vorsitzender der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, und Josef Lausch, Landtagsabgeordneter für Stadt und Landkreis Rosenheim, werden Aiwangers Leidenschaft, Durchsetzungsvermögen und Verbundenheit mit seiner Heimat hervorgehoben.
Aiwanger habe sein Leben in den Dienst von Staat und Gesellschaft gestellt und die parlamentarische Arbeit über viele Jahre entscheidend geprägt. In der Stellungnahme wird er als „fleißig, bodenständig, zuverlässig, klar in der Meinung, verbindlich und als Mensch, Freund und Politiker immer für andere da“ beschrieben. Sein Weitblick und sein unermüdlicher Einsatz für die Menschen in Bayern blieben in Erinnerung. Die Fraktion werde ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Thorsten Glauber trauert um einen engen Freund
Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber erinnert an zwei Jahrzehnte gemeinsamer politischer Arbeit. Aiwanger sei ein loyaler Weggefährte, enger Verbündeter und wichtiger Mitstreiter gewesen.
„Hubert Aiwanger war ein Herzblut-Politiker, nah an den Menschen, nah an den Themen. Dabei ist er sich immer treu geblieben“, erklärt Glauber. Seine Trauer reicht über die politische Zusammenarbeit hinaus: „Bayern verliert einen Ausnahmepolitiker und einen außergewöhnlichen Menschen. Und ich verliere einen echten Freund.“
Bauernverband erinnert an einen Freund der Landwirtschaft
Der Bayerische Bauernverband zeigt sich schockiert und fassungslos. Präsident Günther Felßner würdigt Aiwanger als engagierten Landwirt und Politiker, der sich intensiv und beharrlich für seine Überzeugungen eingesetzt und Verantwortung übernommen habe.
„Hubert Aiwanger war ein Freund der Landwirtschaft und ein außergewöhnlicher Mensch, der Wertschätzung, Bodenständigkeit und Authentizität lebte“, erklärt Felßner. Seinen Einsatz für die Land- und Forstwirtschaft werde der Verband in dankbarer Erinnerung behalten. Der Familie wünsche er Kraft, Halt und Menschen, die ihr in der Trauer beistehen.
Kardinal Marx würdigt Leidenschaft und kirchliche Verbundenheit
Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising und Vorsitzender der Freisinger Bischofskonferenz, beschreibt Aiwanger als „ein Ausnahmepolitiker, ein durch und durch politischer Mensch, der sich mit Leidenschaft für seine Überzeugungen eingesetzt hat“.
Er sei meinungsstark gewesen, habe die öffentliche Debatte gesucht und sich dabei nicht verbiegen lassen. Mit seinem politischen Wirken habe er Bayern und dessen politische Landschaft geprägt und verändert.
Für die Kirche sei Aiwanger „ein geschätzter Partner und ein kritischer Begleiter“ gewesen. Marx erinnert dankbar an die persönlichen Begegnungen und Aiwangers kirchliche Verbundenheit. Den Verstorbenen und dessen Angehörige schließe er in sein Gebet ein.
Redaktionell gekürzte Zusammenstellung einer Auswahl der eingegangenen Pressemitteilungen und Stellungnahmen.
Siehe auch unseren Erstbeitrag hier
Foto: StMWi/R.Dier




