Eine bewegende Saisonpremiere und eine Vorstellung, die unter die Haut ging: Gestern ist Ralph Siegels ZEPPELIN zurück auf die Bühne des Festspielhauses Neuschwanstein geschwebt, und der ganze Abend gehörte seinem Komponisten. Ralph Siegel konnte krankheitsbedingt nicht dabei sein. Cast und Publikum schickten ihm deshalb ihre Grüße direkt ins Krankenhaus. Seine Antwort: „Mein ZEPPELIN ist in den besten Händen.“
ZEPPELIN hebt wieder ab – und alle Gedanken sind bei Ralph Siegel
Bewegende Wiederaufnahme im Festspielhaus Neuschwanstein: Cast und Publikum grüßen den erkrankten Komponisten Ein Platz blieb an diesem Abend leer, und er war der wichtigste: Ralph Siegel konnte die Wiederaufnahme seines Musicals ZEPPELIN am Donnerstag, 22. Oktober, im Festspielhaus Neuschwanstein nicht miterleben. Der Komponist musste sich wenige Tage zuvor erneut in Klinikbehandlung begeben. Trotzdem gehörte der Abend ihm, von der ersten Szene bis zum letzten Applaus.
Schon früh im Stück hob Michael Thurner in der Bar-Szene das Glas und stieß gemeinsam mit dem Publikum auf den abwesenden Komponisten an. Nach dem Schlussapplaus trat Theaterleiter und ZEPPELIN-Regisseur Benjamin Sahler vor das Publikum. An dieser Stelle komme sonst Ralph Siegel selbst auf die Bühne, erinnerte er. Er würdigte ihn als Komponisten, „der uns dieses wunderbare Musical geschenkt hat“, als Freund des Hauses und als persönlichen Freund. Siegels enge Mitarbeiter Walter Wicha und Karin Schötz waren im Saal. Wicha filmte den Jubel des Publikums und schickte das Video direkt ins Krankenhaus.
Ralph Siegel ließ ausrichten: „Mein Herz war gestern Abend in Füssen. Danke an die wunderbare Cast, an das ganze Festspielhaus-Team und an ein großartiges Publikum. Mein ZEPPELIN ist in den besten Händen.“
Auf der Bühne zeigte das Ensemble, wie lebendig Siegels Herzensprojekt auch fünf Jahre nach der Uraufführung ist. Tim Wilhelm berührte als Graf Zeppelin, besonders mit „Ich hab gelebt“. An seiner Seite überzeugten Alexander Kerbst, Hannes Staffler und Kevin Tarte. Mit viel Leidenschaft erzählte das Ensemble die Geschichte des Luftschiffpioniers bis hin zur Hindenburg-Katastrophe. Das gigantische Bühnenbild, aufwendige Kostüme, Akrobatik, Tanz und Live-Musik machen ZEPPELIN zu einer der spektakulärsten Produktionen des Hauses.
ZEPPELIN ist in seiner vorerst letzten Saison in Füssen noch bis 15. November zu sehen. Das Festspielhaus denkt an Ralph Siegel und schickt ihm viel Kraft und positive Energie für eine baldige Genesung.
Text: Festspielhaus Management gGmbH – Bildquelle: Sven Scholz und Kevin Drewes







