Ein schweres Unwetter im Juni vergangenen Jahres hat leider für ein tragisches Ende eines Storchennestes in Geisenhausen gesorgt – bei dem Unwetter wurde das Nest vom Kamin eines Wohnhauses gerissen, wobei ein Storch dabei ums Leben gekommen ist, ein weiterer Vogel wurde verletzt und blieb zunächst am Boden liegen.
Die örtliche Feuerwehr barg noch in derselben Nacht das abgestürzte Nest aus der Traufe des Hauses sowie den verunglückten Storch. Der verünglückte Vogel wurde anschließend an die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Landshut übergeben. Das Nest selbst war aber vorerst zerstört. Schnell entstand ein gemeinsames Hilfsprojekt zur Wiederherstellung eines sicheren Brutplatzes für die Störche: In enger Abstimmung planten die UNB-Mitarbeiter Simon Sedlmeier-Rudek, die Gebäudebrüterberaterin Anette Terwey, die Hausbesitzerin Antonia Wenger sowie die Feuerwehr Geisenhausen und Wolfgang Maier von der Schreiner eine neue Nisthilfe an der ursprünglichen Stelle. Antonia Wenger erklärte sich bereit, die Nisthilfe auf ihrem Dach anbringen zu lassen, damit hier wieder Störche ihren Nachwuchs großziehen können.
Der Schreiner Wolfgang Maier übernahm die Initiative für Bau, Organisation und Montage: Er fertigte die Konstruktion, stellte das nötige Material kostenlos bereit und koordinierte die Montage der fertigen Nisthilfe. Die Bauausführung erfolgte in Abstimmung mit der Gebäudebrüterin Anette Terwey und der Naturschutzbehörde. Unterstützung bei der Beschaffung des Befestigungsmaterials kam von der Firma Elektro Hochholzer: Geschäftsführer Johann Hochholzer – ebenfalls Mitglied der Feuerwehr Geisenhausen – stellte passendes Material aus dem Photovoltaik-Bereich als Sachspende zur Verfügung. Auch Geisenshausens Bürgermeister Johann Reff stimmte der Maßnahme zu und ermöglichte, dass die Feuerwehr die Arbeiten unterstützte. In mehreren Stunden gemeinsamer Arbeit setzten die Schreinerei Maier, Elektro Hochholzer und die Feuerwehr Geisenhausen die Nisthilfe fachgerecht auf dem Dach des Gebäudes von Antonia Wenger auf.
An diesem Beispiel besonders ist die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten: Der Gebäudeeigentümerin, des Marktes Geisenhausen, der Feuerwehr, ortsansässiger Unternehmen sowie die Gebäudebrüterberatung und die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Landshut. Sie haben gemeinsam schnell und effektiv gehandelt – in der Hoffnung, dass sich hier bald wieder Störche niederlassen werden. Dank dieses Zusammenspiels ist für die Storchenfamilie nun wieder ein stabiler Brutplatz vorhanden. Die UNB wird das Nest beobachten und den weiteren Verlauf der Brutzeit weiterhin begleiten, sobald es wieder mit Leben gefüllt ist.
Bericht und Foto: LRA Landshut – Gemeinsam für Störche in Geisenhausen (v.l.): Gebäudebesitzerin Antonia Wenger, Gebäudebrüterberaterin Anette Terwey, Simon Sedlmeier-Rudek von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt, Tobias Eckerbauer von der Freiwilligen Feuerwehr Geisenhausen, Johann Hochholzer von der Firma Elektro Hochholzer sowie Wolfgang Maier von der gleichnamigen Schreinerei Maier.




