Bei seiner Herbstvollversammlung im Achentaler Heimathaus hat der Kreisjugendring Rosenheim (KJR) wichtige Weichen für das kommende Jahr gestellt. Die 47 Delegierten aus 33 Jugendverbänden, Jugendorganisationen und Jugendinitiativen im Landkreis Rosenheim beschlossen einstimmig die Haushaltsplanungen für 2026 und 2027 sowie die Jahresplanung für das kommende Jahr. Außerdem wurden zwei Zuschussrichtlinien neu aufgestellt beziehungsweise überarbeitet.
KJR-Vorsitzender Thomas Unger begrüßte die Delegierten und Gäste zu einer umfangreichen Tagesordnung. Neben den Haushaltsbeschlüssen und der Vorstellung des Jahresprogramms standen die Förderung der Jugendarbeit, Einblicke in die Arbeit der Jugendverbände sowie ein thematischer Beitrag der Kommunalen Jugendarbeit auf dem Programm. In seinen Grußworten würdigte Landrat Otto Lederer das vielfältige ehrenamtliche Engagement im Landkreis und unterstrich die große Bedeutung der Jugendarbeit für die Gesellschaft. Auch Rohrdorfs Bürgermeister Simon Hausstetter begrüßte die Delegierten und Gäste. Dabei richtete er den Blick besonders auf die jungen Menschen und die wichtigen Orte, an denen Jugendarbeit stattfindet und Gemeinschaft gelebt wird.
Einstimmige Beschlüsse und vielfältiges Programm für 2027
Geschäftsführer und Haushaltsverantwortlicher Jörg Giesler stellte den Nachtragshaushalt 2026, die Jahresplanung 2027 und den Haushalt für das kommende Jahr vor. Alle Beschlüsse wurden ohne Gegenstimme angenommen. Das Programm des Kreisjugendrings umfasst auch 2027 bewährte Angebote für junge Menschen und ehrenamtlich Engagierte. Dazu gehören der Jugendleiter-Grundkurs und verschiedene Fortbildungsangebote für Jugendleiterinnen und Jugendleiter. Darüber hinaus sollen insbesondere das Spielmobil-Angebot weiter ausgebaut und mit der neuen Oster-Erlebniswoche ein zusätzliches Ferienangebot geschaffen werden. Mit den geplanten Aktivitäten möchte der Kreisjugendring die Jugendarbeit im Landkreis Rosenheim weiter stärken und sowohl jungen Menschen als auch den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Vereinen und Verbänden attraktive Angebote ermöglichen.
Klare Regeln für die Förderung der Jugendarbeit
Ein Schwerpunkt der Versammlung war die Aktualisierung der Fördergrundlagen. Die Förderrichtlinie für die schulbezogene Jugendarbeit wurde vollständig neu aufgestellt und von der zuständigen pädagogischen Mitarbeiterin Paulin Sponar vorgestellt.Nach einem Personalwechsel im Jahr 2025 war es das Ziel, eine transparente und verständliche Richtlinie zu schaffen, die allen Anbietern im Bereich der schulbezogenen Jugendarbeit klare Rahmenbedingungen bietet. Auch die Zuschussrichtlinie für die Förderung der Jugendarbeit aus Mitteln des Landkreises Rosenheim wurde überarbeitet. Die Änderungen hatte der Kreisjugendring gemeinsam mit dem Kreisjugendamt erarbeitet. Nach der Vorstellung durch die zuständige Sachbearbeiterin Juliane-Charlotte Mitterer wurde vor der Beschlussfassung ein Antrag aus den Reihen der Delegierten eingebracht und offen diskutiert.
Jugendverbände stellen ihre Arbeit vor
In der „Aktiven Pause” konnten sich die Delegierten an verschiedenen Infoständen über Angebote und aktuelle Themen der Jugendarbeit informieren. Die DLRG-Jugend gab bereits vorab mit Fotos und einem Kurzfilm Einblicke in ihre Aktivitäten. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) warb für die Beteiligung an der 72-Stunden-Aktion im Juni 2027 und lud weitere Jugendgruppen dazu ein, sich an der gemeinnützigen Aktion zu beteiligen. Die Kommunale Jugendarbeit (KoJA) informierte über Schutzkonzepte und Vereinbarungen nach § 72a SGB VIII. Der Kreisjugendring stellte seine Zuschussmöglichkeiten, den Materialverleih und seine vielfältigen Aktionen vor. Die Infostände boten Gelegenheit, sich über die Angebote zu informieren, Fragen zu klären und neue Anregungen für die eigene Vereins- und Jugendarbeit mitzunehmen.
Abschluss der Versammlung
Nach den umfangreichen Informationen und zahlreichen Beschlüssen gab es zum Abschluss noch einen Ausblick auf anstehende Veranstaltungen und Aktionen des Kreisjugendrings. Damit endete eine vielseitige Herbstvollversammlung mit wichtigen Weichenstellungen für die Jugendarbeit im Landkreis Rosenheim.
Text und Bildmaterial: Kreisjugendring Rosenheim








