Neubeuern-Neeukirchen – Ein Ausflug der KAB-Gruppe Neubeuern zur Wirkungsstätte des Jesuitenpaters Alfred Delp, dessen Seligsprechung derzeit auf den Weg gebracht wird, war Bestandteil des Jahresprogramms. Ziel war die Wallfahrtskirche Maria Stern in Neukirchen am Simssee. Eine fachkundige Führung durch das Gotteshaus übernahm Kirchenführer Dohm.
Die Wallfahrtskirche wurde in den vergangenen Jahren umfassend renoviert und anschließend neu geweiht. Pater Alfred Delp SJ wurde 1937 zum Priester geweiht und feierte seine Primiz in Lampertheim. Später wirkte er als Seelsorger in München-Bogenhausen. Während seiner Aufenthalte am Simssee, die er regelmäßig zur Erholung nutzte, zelebrierte er mehrfach Gottesdienste in der Kirche Maria Stern. Zudem war er eng in das Dorfleben eingebunden und verbrachte viele Stunden am See. Delp blieb seinen christlichen Überzeugungen auch in schwierigen Zeiten treu. Im Jahr 1944 wurde er von der Gestapo verhaftet. Er widerstand dem Druck, seinem Glauben abzuschwören, und bezahlte dies mit dem Leben. Am 2. Februar 1945 wurde er im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee hingerichtet. In dem Kirchenjuwel am Simssee erinnern heute eine Gedenktafel sowie eine eigens geschaffene Büste an den mutigen Glaubenszeugen und Widerstandskämpfer.
Bericht und Bilder: Thomas Schwitteck
Foto 203: Kirchenführer Dohm erläutert die Gedenktafel zu Ehren von Pater Alfred Delp.
Foto 211: Blick in die renovierte Wallfahrtskirche Maria Stern in Neukirchen am Simssee.
Foto 204: Die Büste von Pater Alfred Delp im Kirchenschiff.









