Bei strahlendem Herbstwetter war das „Fest der Kulturen“ mit Dutzenden von Besuchern erneut ein großer Erfolg. Mit großem organisatorischem Aufwand hatte die Aktionsgemeinschaft (AG) „Übersee ist bunt“, unterstützt von der Gemeinde, den Kirchengemeinden,Vereinen und den politischen Fraktionen im Gemeinderat zum zweiten Mal das „Fest der Kulturen“ im Hof der Grundschule ausgerichtet. Am Nachmittag bis zum frühen Abend strömten viele Überseer Bürger mit ihren Familien zu dem Fest, darunter zahlreiche „Neubürger“, viele davon aus anderen Ländern. Ziel war es, dass sich die Menschen aus unterschiedlichen Kulturen besser kennenlernen, miteinander essen und feiern. In Übersee leben Menschen aus über 40 Nationen, Zugezogene, Geflüchtete und Asylsuchende.
Deshalb brachten viele verschiedene, selbst gemachte Speisen aus ihren Herkunftsländern mit, so dass ein großes, buntes Büffett mit leckerem Essen nicht nur aus Bayern, sondern zum Beispiel arabische, afghanische, ukrainische Leckerbissen und vieles mehr aufgetischt war. Auf einer Landkarte wurde mit Fähnchen festgehalten, aus welchem Teil der Welt die Besucher stammten.
„Wir von Übersee ist bunt“ sind Bürger/innen aus Übersee, die sich für Demokratie, Toleranz und für ein friedliches Zusammenleben einsetzen“, sagte Volker Eidner, einer der Gründer und Sprecher der AG, bei seiner Begrüßungsansprache. Der Zusammenschluss „Übersee ist bunt“ wolle Zeichen für eine offene Gesellschaft setzen, für Zusammenhalt, Respekt und für den Wert jedes Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht oder Weltanschauung. „Wir sind hier, weil wir davon überzeugt sind, dass unsere Demokratie Schutz und Engagement braucht, gerade in Zeiten, in denen rechtspopulistische und rechtsextreme Stimmen immer lauter werden und versuchen, unsere Gesellschaft zu spalten“, so Eidner. Der AG gehören viele Privatpersonen in Übersee an wie auch die Ortsverbände von Bayernpartei, CSU, Freie Bürgerliste, Grüne und SPD. Zweite Bürgermeisterin Margarete Winnichner eröffnete das Fest im Namen der Gemeinde und erstem Bürgemeister Herbert Strauch, er erst später kommen konnte. Aus ökologischen Gründen war viele Besucher der Bitte nachgekommen, eigenes Geschirr mitzubringen.
Musikalisch für beste Stimmung sorgte die dreiköpfige Band „SeniorMoments“ unter Leitung von Georg Beyschlag, deren reiches Repertoire Lieder und Musik aus vielen Ländern und Stilrichtungen enthält. Höhepunkte waren auch die Auftritte des rund 40köpfigen Cantiamo Chors aus Übersee unter Leitung von Birgit Detsch und der Feldwieser Alphornbläser am Spätnachmittag. Auf Spendenbasis gab es eine Auswahl an nicht-alkoholischen Getränken. Die Kinder begeisterte das große Spieleangebot, besonders die Möglichkeit, riesige Luftblasen zu kreieren , wie auch der Popcorn Stand des Fördervereins der Grundschule. Die nächste Aktion von „Übersee ist bunt“ ist ein Workshop am Samstag, 21. November, „Gegen Rechte und Diskriminierende Parolen am Stammtisch“ in Zusammenarbeit mit der AG „Aufstehen gegen Rassismus, Chiemgau“.Wer Ideen und Interesse hat bei den Aktionen von Übersee ist bunt mitzuarbeiten, kann sich unter der Adresse volker.eidner@t-online.de an den Sprecher der AG wenden. .
Bericht und Fotos: Christiane Giesen – Große und Kleine, Alt und Jung nahmen beim „Fest der Kulturen“ in Übersee im Hof der Grundschule Übersee teil.











