Beim Erntedank-Familiengottesdienst in Törwang feierte Diakon Günter Schmitzberger sein 25-jähriges Weihejubiläum. Zugleich begrüßte der Pfarrverband Rohrdorf den neu geweihten Diakon Stefan Reinbrecht.
Ein Ministrant, der mit Weihwasser nass gespritzt wurde. Ein Kind, das die Taufe empfing. Eine Familie, die in ihrer Trauer Begleitung fand. Beim Erntedank-Familiengottesdienst am Sonntag in der Kirche Mariä Himmelfahrt in Törwang wurden aus solchen Erinnerungen ganz persönliche Dankesworte: 25 Menschen aus dem Pfarrverband traten nacheinander vor, um Diakon Günter Schmitzberger zu seinem 25-jährigen Weihejubiläum „Vergelt’s Gott“ zu sagen.

Gemeinsam Erntedank feiern
Der Erntedank-Altar in der Kirche Mariä Himmelfahrt in Törwang erinnert daran, wie viel uns die Natur schenkt – und wie viele Hände daran mitwirken, dass unser Tisch gedeckt ist.
Beim heutigen Familiengottesdienst galt der Dank auch den Menschen, die unser kirchliches Leben begleiten und mitgestalten. Mit dem 25-jährigen Weihejubiläum von Diakon Günter Schmitzberger und der Begrüßung des neuen Diakons Stefan Reinbrecht gab es dafür zwei besondere Anlässe.
Ihre Beiträge zeichneten ein Bild davon, wie vielfältig der Dienst eines Seelsorgers ist – und wie eng er mit dem Leben der Menschen verbunden sein kann. Sie dankten für Taufen und Trauungen, für die Begleitung zur Erstkommunion und Firmung, für gemeinsame Gottesdienste und für Predigten, die zum Nachdenken und manchmal auch zum Schmunzeln gebracht hatten.
Dabei blieb der Dank nicht auf den Kirchenraum beschränkt. Zur Sprache kamen Seniorennachmittage und Ausflüge, Jugend- und Pfarreifahrten, Besuche in Pflegeheimen und bei älteren Menschen zu Hause. Auch die im Kindergarten vorgelesenen Bibelgeschichten und die Schulgottesdienste hatten ihren Platz in dieser Würdigung.

Drei Seelsorger, ein besonderer Festtag. Diakon Günter Schmitzberger, Kurat Tobias Pastötter und Diakon Stefan Reinbrecht beim heutigen Erntedank-Familiengottesdienst in Törwang.
Ebenso gehörten jene Aufgaben dazu, die besondere Kraft verlangen: Familien durch Trauer zu begleiten, in schwierigen Zeiten Glauben und Hoffnung zu stärken und sich im Krisenteam der Notfallseelsorge einzusetzen. Gewürdigt wurden außerdem Schmitzbergers Bereitschaft, Verantwortung für den Pfarrverband zu übernehmen, sowie die Zeit, die er in die Ausbildung und Begleitung neuer Diakone investiert.
Dass Wertschätzung auch mit Humor zum Ausdruck kommen kann, zeigten die Erinnerungen an gesegnete Bobbycars, Fahrräder und Fahrzeuge – und an die Ministranten, die eine Portion Weihwasser abbekommen hatten. Die Ortsvereine dankten für gemeinsam gefeierte Feste und für seine Mithilfe an der Weißbierbar oder beim Weinverkauf. Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung und Frauengemeinschaft würdigten die langjährige Zusammenarbeit.
Der letzte der 25 Dankesbeiträge richtete sich an seine Familie: „Danke an deine Familie, die dich in deinem Dienst seit 25 Jahren unterstützt.“ Damit wurden auch jene Menschen einbezogen, die seinen Weg im Hintergrund mittragen.

Ein Applaus, der nicht enden wollte Blumen, eine Kerze und lang anhaltender Applaus: Beim heutigen Erntedank-Familiengottesdienst in Törwang würdigte die Gemeinde Diakon Günter Schmitzberger zu seinem 25-jährigen Weihejubiläum.
Blumen und eine Kerze, überreicht von der Törwanger Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Veronica Auer, begleiteten die Glückwünsche. Dann folgte ein Applaus, der nicht enden wollte – ein deutliches Zeichen der Verbundenheit mit dem Jubilar.
Neben dem Rückblick auf 25 Jahre stand an diesem Sonntag auch ein neuer Anfang: Stefan Reinbrecht wurde als neuer Diakon im Pfarrverband Rohrdorf begrüßt, zu dem Törwang gehört. Am 26. September 2026 hatte ihn Kardinal Reinhard Marx im Münchner Dom zum Diakon geweiht. Seit Oktober gehört er dem Seelsorgeteam im Hauptberuf an.

Veronika Auer, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats Törwang, überreichte dem Jubilar eine Kerze – ein schönes Zeichen für einen Tag voller Dankbarkeit.
Der 53-Jährige kommt aus Kiefersfelden und ist dem oberen Inntal eng verbunden. Aufgewachsen in Mühlbach und Niederaudorf, schätzt er besonders die Nähe zu den Bergen und die Möglichkeit, direkt von der Haustür aus in die Natur aufzubrechen. Seine zweite Leidenschaft gilt der Musik: Reinbrecht spielt Querflöte und Piccolo und übernimmt gelegentlich auch den Dirigentenstab, am liebsten bei Jugendorchestern.
Beruflich führte ihn sein Weg zunächst in eine Bank, wo er als Risikocontroller und zuletzt in der Organisationsabteilung tätig war. In seiner Vorstellung beschreibt er, warum er sich dennoch neu orientierte: „Aber Christi Ruf, mich als sein Werkzeug in den Dienst am Nächsten, an den Menschen und am Evangelium zu stellen, war stärker.“ Nun freut er sich auf Begegnungen und das persönliche Kennenlernen im Pfarrverband.

Stefan Reinbrecht, Diakon : er wurde in der vergangenen Woche, am 26. Sept. 2026, von Kardinal Marx im Münchner Dom zum Diakon geweiht.
Mit dabei war Kurat Tobias Pastötter, der zum 1. August die Leitung des Pfarrverbandes Stephanskirchen übernommen hat. Bis zum Ende des Kirchenjahres bleibt er zusätzlich priesterlicher Leiter der Seelsorge und Mitglied des Seelsorgeteams im Pfarrverband Rohrdorf.
So verband der Familiengottesdienst vor dem geschmückten Erntedank-Altar den Dank für die Gaben der Natur mit dem Dank für Menschen, die das kirchliche Leben tragen. Die 25 persönlichen Beiträge machten dabei anschaulich, was über Jahre wächst: Vertrauen, gemeinsame Erinnerungen und das Wissen, in frohen wie in schweren Stunden einen Ansprechpartner zu haben.
Fotos: Rainer Nitzsche




