Allgemein

Bürgerversammlung Übersee – II

Wie es mit dem historischen Bahnhofsgebäude weitergeht, soll durch eine Machbarkeitsstudie geprüft werden.
Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Zum historischen Bahnhofsgebäude am Überseer Bahnhof berichtete Bürgermeister Herbert Strauch bei der Bürgerversammlung im Gasthof D´ Feldwies, dass der Gemeinderat erste Schritte für die Umgestaltung des Bahnhofs beschlossen habe, nachdem der barrierefreie Ausbau von Februar bis Juli 2027 durch die Bahn abgeschlossen ist. So beantragte die Gemeinde eine Machbarkeitsstudie für das Bahnhofsgebäude, das Eigentum der Gemeinde ist. Für die Studie gibt es finanzielle Unterstützung aus Städtebaufördermitteln, die am Tag vor der Bürgerversammlung bewilligt wurde, so Strauch. Jetzt werde ein Planungsbüro beauftragt, das verschiedene Möglichkeiten für die Nutzung des Bahnhofs aufzeigen soll. Weil auch statische Belange mit betroffen seien, werde auch ein Planungsbüro für Statik mit eingeschaltet. Bei der Planung sollten auch Arbeitsgruppen sowie Bürgerinnen und Bürger mit eingebunden werden.

Wegen der besonders von den Grünen geforderten Überdachung des Bahnsteigs mit Unterschriftensammlungen seien inzwischen über 1000 Unterschriften eingegangen, die Hälfte davon von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Achental, die andere von Überseer Bürgerinnen und Bürgern. Auch die Gemeinde habe über die politische Schiene alles versucht, um die bestehende Überdachung zu retten und zu sanieren, anstelle der von der Bahn geplanten kleinen Unterstellhäuschen. Die bisherigen Bestrebungen hätten keinen Erfolg gebracht. Ob die Petition und die geplante Übergabe der Unterschriften etwas bringen werde, könne man noch nicht sagen, so der Bürgermeister.

Bei den Wortmeldungen der Bürger sprach Hans Mitterer den neu gebauten Gebäudekomplex „Mondscheinbauer“ in der Ortsmitte an der Hauptstraße an. Er habe gehört und im Internet gesehen, dass hier Stellplätze verkauft würden, obwohl doch zu jeder Wohnung ein Parkplatz gehören sollte. Bürgermeister Strauch antwortete, dass er von einem Stellplatzverkauf nichts wisse und das nicht Sache der Gemeinde sei. Bei der Planung und Baugenehmigung müssten auf jeden Fall genügende Stellplätze nachgewiesen werden.

Brigitte Tanner wollte wissen, ob auf dem Deutz-Gelände wirklich Bedarf für rund 200 geplante Wohnungen sei, obwohl beim Mondscheinbauer auch noch bei weitem nicht alle Wohnungen verkauft seien. Herbert Strauch antwortete, dass man beim Deutz-Gelände von einer Entwicklung ab den nächsten sechs bis sieben Jahren spreche. Mit ihm als Bürgermeister werde es keine gemeindliche Planung von Einfamilienhäusern geben. „Wir haben einen Grundsatzbeschluss gefasst, uns Richtung Westen zu orientieren“. Mit der Zuzugsregion rund um den Bahnhof sei eine Chance für alle Bürger Übersees geboten. Aber nicht alles könne auf einmal und endgültig geplant werden. 4000 Quadratmeter Geschoßfläche seien in der Hand der Gemeinde, der Rest in Hand des Investors. Auch Veronika Huber wollte genauer wissen, wie die Wohnungen für die Überseer Bürger aussehen sollten. Auch dazu sagte Strauch “wir können uns noch nicht konkret festlegen und müssen flexibel bleiben“. Vielleicht sei später mal auch ein Generationenhaus denkbar. Die Gemeinde habe jedenfalls kaum Einfluss auf den Investor, lediglich durch den städtebaulichen Vertrag. Richtung Norden seien die Baugrenzen noch ziemlich offen.

Text und Bild: Christiane Giesen –  Wie es mit dem historischen Bahnhofsgebäude weitergeht, soll durch eine Machbarkeitsstudie geprüft werden.


Redaktion

Toni Hötzelsperger

Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich geschützt!