Natur & Umwelt

Biologieunterricht in der Wildnis

Veröffentlicht von Günther Freund

Abschlussfeier des Junior-Ranger-Sommerprogramms

Mit viel Entdeckergeist und einem vollgepackten Rucksack ging’s in den Sommerferien für 30 interessierte Mädchen und Jungen der Region in die Nationalpark-Wildnis. Vier Tage lang führten Ranger die jungen Naturfans in Kleingruppen zum Wistlberg, zum Rachelsee oder auf den Baumwipfelpfad. Nun durften sich alle Teilnehmenden gemeinsam im Hans-Eisenmann-Haus ihre Urkunden abholen.

Zum gemeinsamen Gruppenfoto inklusive Junior-Ranger-Urkunden ging’s in die Waldwerkstatt. (Foto: Gregor Wolf / Nationalpark Bayerischer Wald)

„Jugendbildung hat bei uns seit jeher einen sehr hohen Stellenwert“, sagte Reinhold Gaisbauer, Leiter der Nationalparkwacht, bei seiner Begrüßung. „Wir wollen die Kinder für unsere Natur begeistern.“ Seit 1998 hätten bereits rund 3250 Fünftklässler das Angebot der Einführungswoche wahrgenommen. „Und danach muss es auch nicht vorbei sein“, erklärte Gaisbauer. Wer dem Junior-Ranger-Verein nach dem Schnupperprogramm treu bleibe, könne jeden Monat spannende Nationalparkangebote erleben.

Das Junior-Ranger-Konzept des Bayerwalds werde mittlerweile in vielen Teilen der Welt adaptiert. „In Dänemark, Rumänien, Botswana und Brasilien“, listete Gaisbauer auf – und begrüßte eine Abordnung aus Brasilien, die derzeit im Nationalpark zu Gast ist, sogleich auf Portugiesisch. Die Gäste wiederum gaben den frisch gebackenen Junior Rangern im Schnelldurchlauf einen fotografischen Eindruck aus ihren Schutzgebieten.

Einen Dank fürs Engagement der diesjährigen Teilnehmenden sprach im Anschluss Alexander Muthmann, Vorsitzender des Junior-Ranger-Vereins aus – „natürlich auch an alle erwachsenen Ranger sowie die Eltern für den täglichen Taxiservice“. Die Wirkung des Projekts sei unumstritten: „Hunderte Biologiestunden können nicht das ersetzen, was man in einer Woche im Wald erlebt und entdeckt.“ Mikko Klein, der die Sparkassen Freyung-Grafenau und Regen-Viechtach als langjährige Unterstützter vertrat, lobte ebenfalls das junge Interesse an der Umwelt vor der eigenen Haustür: „Uns allen ist es ein Anliegen, in einer intakten Region zu leben. Und wo ist das besser realisiert als hier im Nationalpark? Deswegen freue ich mich, dass das Junior-Ranger-Programm immer noch so großen Anklang findet.“

Im Anschluss an die Grußworte war es dann so weit: Aus den Händen der Ehrengäste gab’s für die Mädchen und Jungen die heiß begehrte Urkunde. Danach strömten alle noch zum Gruppenfoto auf den nachgebauten Lusengipfel in der Waldwerkstatt. Für Speis und Trank sorgten derweil Helfer des Junior-Ranger-Vereins.


Redaktion

Günther Freund

1944 in Bad Reichenhall geboren, Abitur in Bad Reichenhall, nach dem Studium der Geodäsie in München 3 Jahre Referendarzeit in der Vermessungs- und Flurbereinigungsverwaltung mit Staatsexamen, 12 Jahre Amtsleiterstellverteter am Vermessungsamt Freyung, 3 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Zwiesel und 23 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Freyung (nach Verwaltungsreform mit Vermessungsamt Zwiesel als Aussenstelle). Seit 2009 im Ruhestand, seitdem in Prien am Chiemsee wohnhaft.

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