„Regional und global – Hauptsache fair“: Prien als Fairtrade-Town gibt Orientierung Prien – Welche Nachhaltigkeitssiegel halten, was sie versprechen? Und was hat fairer Handel mit regionalen Produkten zu tun? Als Fairtrade-Town möchte Prien Orientierung geben und zeigen, worauf Verbraucherinnen und Verbraucher beim Einkauf achten können. Denn Fairness ist nicht nur bei Kaffee, Kakao oder Bananen aus dem Globalen Süden wichtig – sie beginnt ebenso bei regionalen Lebensmitteln und den Menschen, die sie erzeugen.
Ein genauer Blick auf die Siegel lohnt sich: Die Stiftung Warentest hat in ihrer Ausgabe 5/2026 verschiedene Nachhaltigkeitssiegel untersucht. Besonders positiv bewertet wurden Fairtrade, Naturland Fair und Hand in Hand. Sie stehen unter anderem für faire Handelsbedingungen, bessere Einkommen sowie soziale und ökologische Standards. Auch das bekannte Rainforest-Alliance-Siegel unterstützt eine nachhaltigere Landwirtschaft, setzt bei Einkommen und Mindestpreisen jedoch andere Schwerpunkte. Bei Mischprodukten können sich die Anforderungen zudem nur auf bestimmte Zutaten beziehen.
Für Prien ist die Verbindung von regional und global besonders wichtig. „Faire Preise und verlässliche Partnerschaften spielen auch für unsere heimische Landwirtschaft eine zentrale Rolle“, so die Fairtrade-Beauftragte der Marktgemeinde, Bettina Bartsch. Milch- und Getreideprodukte sowie Obst und Gemüse aus regionaler Erzeugung zeigen, dass Nachhaltigkeit und faire Bedingungen auch direkt vor der eigenen Haustür eine Rolle spielen.
Im Rahmen der Rezertifizierung als Fairtrade-Town haben sich auch Priener Geschäfte und Betriebe mit dem Thema fairer Handel auseinandergesetzt. Dazu gehören unter anderem Prienatura und der Amon Store mit ihrem Angebot an fairer Mode, Werners Naturalien sowie die Montebera Kaffeerösterei, die für fair gehandelten Kaffee steht. Damit wird deutlich: Fairer Handel beschränkt sich längst nicht auf einzelne Produktgruppen, sondern findet sich in ganz unterschiedlichen Bereichen des täglichen Einkaufs.
So gibt es in der Marktgemeinde viele Möglichkeiten, bewusst einzukaufen: In den örtlichen Supermärkten und Geschäften, im Regionalmarkt, im Weltladen, bei den Priener Direktvermarktern sowie in weiteren Geschäften und Betrieben findet sich eine große Auswahl an fair gehandelten und regionalen Produkten. Damit können Verbraucherinnen und Verbraucher mit ihrer Kaufentscheidung sowohl den fairen Handel weltweit als auch die Landwirtschaft und Wertschöpfung in der Region unterstützen.
Prien am Chiemsee Mit einem breiten Kultur- und Freizeitangebot lockt die historische Seegemeinde Jung und Alt an den Chiemsee. So folgen Besucher etwa via Schiff den Spuren König Ludwigs II. zum prunkvollen Schloss auf Herrenchiemsee. Mit dem mittelalterlichen Münster und dem großen Obst- und Kräutergarten lohnt sich auch ein Ausflug auf die benachbarte Fraueninsel. Auf dem Festland geht es für Radler oder Nordic Walker entlang des Uferwegs einmal rund um das Bayerische Meer. Bei den Priener Direktvermarktern sammeln Aktive auf unterschiedlichen Radl-, E-Bike- und Wanderrouten regionale Schmankerl für ihr individuelles Do-it-yourself-Picknick. Beste Aussichten für Wanderer versprechen verschiedene Themenwege wie beispielsweise der Obst- und Kulturweg in Richtung Ratzinger Höhe. Entspannung und Spaß bietet das PRIENAVERA-Erlebnisbad direkt an der Uferpromenade. Abenteuer-Klettergarten und Märchenwanderungen ergänzen das Familienangebot in und um Prien. Mit dem speziellen Angebot der Chiemsee Golfcard spielen Anfänger und Profis jeweils auf vier von zwölf Partner-Plätzen und genießen das Alpenpanorama. Weitere Informationen zur Angebotsvielfalt von Prien am Chiemsee finden sich auf der Website des Marktes Prien am Chiemsee.
Quelle: Stiftung Warentest, Ausgabe 5/2026, „Nachhaltigkeitssiegel für Lebensmittel – Diese Label machen einen Unterschied“.
Text und Bildmaterial: Markt Prien a. Chiemsee – Von links: Angela Kind und Monica Lieschke vom Weltladen setzen sich vor Ort für faires Handeln ein.




