Kultur

Paul Hofhaymer Gesellschaft Salzburg

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Salzburger Festtage alter und Neuer Musik Die internationale Paul Hofhaymer Gesellschaft lädt ein

„Pay what you can“ heißt es auf der Ankündigung der Internationalen Paul Hofhaymer Gesellschaft in Salzburg – „ein solidarisches Ticketsystem, damit Kunstgenuss nicht einkommensabhängig ist“. Angekündigt werden die Salzburger „Festtage alter und neuer Musik 2026“ vom 8. bis zum 11. Oktober. „Jetzt nicht – Kafka, Klang und das System“ heißt es am 8. Oktober um 19.30 Uhr mit dem Ensemble chromoson in der Pfarrkirche St. Elisabeth mit einem interdisziplinären Konzertprojekt an der Schnittstelle von Literatur, Visual und zeitgenössischer Musik.

Am Freitag, 9. Oktober, um 19.30 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Erhard (Salzburg-Nonntal) gibt es „Die gefallenen Engel des Doktor Faustus“, ein kammerspielartiges Konzertprogramm des Renaissance-Musikensembles astrophil & stella, das historische Texte des Faust-Stoffes mit der Musik des 16. Jahrhunderts und zeitgenössischen Kompositionen verwebt und Dr. Fausts Grenzgängen zwischen Himmel und Hölle, Engeln und Dämonen nachspürt. Das Thema um die Figur des Gelehrten Doktor Faustus und dessen Pakt mit den gestürzten Engeln Luzifer und Mephistopheles verbindet dramatische Rezitationen aus dem Mittelalter mit sakralen und weltlichen Werken von Komponisten des 16. Jahrhunderts wie Paul Hofhaymer, Balthasar Resinarius oder Ludwig Senfl. Das Programm beinhaltet zudem die Uraufführung des zeitgenössischen Werks „Blut ist ein ganz besonderer Saft“ (2026) des französischen Komponisten Matthias Leboucher (*1985).

Am Samstag, 10. Oktober, um 18 Uhr findet in der Krypta von St. Erhard „Aurea vel argenta” mit Corina Marti von der Schola Cantorum Basiliensis auf dem Organetto, einer mittelalterlichen Trageorgel, statt. Corina Marti ersetzt Christina Raurich, die erkrankt ist. Am selben Tag um 20.30 Uhr – mit Verpflegung zwischen den Konzerten – heißt das Programm in der Pfarrkirche St. Erhard „Notre Dame um 1200“ mit dem Salzburger Vokaloktett voices unlimited und dem Hofhaymer Ensemble. Zusätzlich gibt es die Uraufführung eines Werks für Schlagwerk solo des baskischen Komponisten Mikel Iturregi.

Zwei Konzerte auch am Sonntag, 11. Oktober: um 11 Uhr „Das Nibelungenlied Teil II“ mit Bariton Philipp Lamprecht im Toihaus Theater und um 18 Uhr in der Krypta von St. Erhard „Broken Sinfonia” mit sieben Sinfonien von Leonora Duarte (1610–1678) und dem Hofhaymer Ensemble. Drei Uraufführungen von Gobi Drab, Matteo Haitzmann und Sophie Renger transportieren das Programm in die heutige Klangwelt.

Text: Brigitte Janoschka – Bild:  www.hofhaymer-society.at


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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