Wirtschaft

Inflation in Bayern steigt

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Fürth. Im Freistaat steigen die Verbraucherpreise im September 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,2 Prozent. Damit liegt die Inflationsrate weiterhin deutlich über dem
2-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank. Ursächlich sind hier vor allem die Preise für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe), die im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich um 13,6 Prozent steigen. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhen sich hingegen nur moderat um 0,4 Prozent.

Im Vergleich zum Vormonat steigt der Verbraucherpreisindex im September 2026 um
0,6 Prozent. Nahrungsmittel werden dabei um 0,7 Prozent teurer, die Preise für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) steigen sogar um 3,6 Prozent. Besonders die Preise für Leichtes Heizöl (+66,5 Prozent) und Kraftstoffe (+34,4 Prozent) steigen im September 2026 stark an.

Zum Herbstanfang zeigen sich im September 2026 Preissteigerungen gegenüber dem Vorjahresmonat bei Herrenfreizeitjacken und -mänteln (+6,5 Prozent) sowie Damenjacken und -mänteln (+2,0 Prozent).

Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik – Foto: Hötzelsperger

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Inflationsrate im September
Die Inflationsrate, gemessen als prozentuale Veränderung des Verbraucherpreisindex gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat, steigt im September 2026 spürbar auf 3,2 Prozent.
Im Vergleich zum August 2026 errechnet der Fachbereich im Bayerischen Landesamt für Statistik einen Anstieg des Verbraucherpreisindex um 0,6 Prozent.

Die Teuerungsrate des Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie, in der öffentlichen Diskussion oft als Kerninflationsrate bezeichnet, beläuft sich in diesem Monat auf 2,4 Prozent und liegt damit im September 2026 erneut unter der Gesamtinflation. Gegenüber dem Vormonat
August 2026 steigt die Kerninflation um 0,2 Prozent.

Preise für Jacken und Mäntel steigen zum Herbstanfang
Im September beginnt der Herbst. Wer es sich in der Übergangszeit zuhause gemütlich machen möchte, kann sich zum Teil auf günstigere Preise freuen. Kaffee, Tee oder Kakao (-5,7 Prozent) sowie Gesellschaftsspiele (-6,7 Prozent) werden im September 2026 im Vorjahresvergleich günstiger. Dosensuppe (+0,6 Prozent) sowie Duschgel, Duschbad oder Badezusatz (+1,3 Prozent) werden hingegen teurer. Die Preise für Herrenfreizeitjacken und -mäntel steigen im
September 2026 um 6,5 Prozent, Damenjacken und -mäntel werden um 2,0 Prozent teurer.

Nahrungsmittel: Preise für Nahrungsmittel liegen im September 2026 um 0,7 Prozent über dem Vormonat
Die Preise für Nahrungsmittel steigen im September 2026 im Vergleich zum Vormonat um
0,7 Prozent. Im Jahresvergleich steigen für Verbraucherinnen und Verbraucher im September 2026 die Nahrungsmittelpreise um 0,4 Prozent. Grundnahrungsmittel wie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+3,9 Prozent), Brot und Brötchen (+3,0 Prozent) und auch Gemüse (+7,1 Prozent) werden gegenüber dem Vorjahr teurer. Die Preise für Fleisch und Fleischwaren (-0,3 Prozent), Obst (-1,4 Prozent) sowie Kaffee und Ähnliches (-6,8 Prozent) sinken im Vorjahresvergleich.
Auch Molkereiprodukte und Eier (-2,1 Prozent) können günstiger bezogen werden. Wie schon in den Vormonaten sinken auch die Verbraucherpreise für Butter (-26,3 Prozent) sowie Olivenöl
(-2,6 Prozent) gegenüber dem Vorjahr spürbar.

Deutlicher Anstieg der Energiepreise
Im September 2026 steigen die Preise für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) im Vergleich zum Vormonat um 3,6 Prozent. Insbesondere beim Tanken erwarten Verbraucherinnen und Verbraucher Höchststände. Gegenüber dem Vormonat legen die Kraftstoffpreise im September um weitere 6,2 Prozent zu. Die Preise für Leichtes Heizöl steigen im Vergleich zum August 2026 besonders deutlich (+19,0 Prozent). Auch Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe (+7,0 Prozent) werden gegenüber dem Vormonat teurer. Für Erdgas muss der Verbraucher bzw. die Verbraucherin 1,5 Prozent mehr bezahlen. Die Preise für Strom bleiben unverändert.

Im Vergleich zum September 2025 liegen die Preise für Energie im September 2026 um
13,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Mit einem Plus von 66,5 Prozent steigt dabei vor allem der Preis für Leichtes Heizöl deutlich. Auch die Kraftstoffpreise sind im September 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat stark gestiegen (+34,4 Prozent). Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe werden im Vorjahresvergleich ebenfalls deutlich teurer (+29,4 Prozent). Strom
(-6,1 Prozent) und Erdgas (-2,5 Prozent) können dagegen günstiger bezogen werden.

Leichtes Heizöl und Kraftstoffe mit deutlicher Preissteigerung zwischen Februar und September 2026
Betrachtet man die Preisentwicklung von Energie zwischen Februar 2026 – dem letzten Monat vor dem Iran Krieg – und September 2026, dann zeigt sich eine Preissteigerung von 13,6 Prozent.
In diesem Zeitraum werden leichtes Heizöl um 61,9 Prozent und Kraftstoffe um 28,1 Prozent teurer, Erdgas hingegen lediglich um 2,0 Prozent. Zur Einordnung: die allgemeine Preissteigerung zwischen Februar und September 2026 beträgt 2,8 Prozent.

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Wohnungsmieten – Preissteigerungen unter der Entwicklung des Gesamtindex
Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhen sich die tatsächlichen Wohnungsmieten ohne Nebenkosten im September 2026 um 2,0 Prozent. Die Preissteigerung in diesem
Bereich liegt unter dem Niveau der allgemeinen Preisentwicklung.

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Hinweise:
Die Ergebnisse für September 2026 gelten zunächst als vorläufig. Ab dem 06. Oktober 2026 finden Sie die endgültigen Landesergebnisse unter:
https://www.statistik.bayern.de/statistik/preise_verdienste/preise/index.html.

Methodische Hinweise:
Der Teilindex Energie umfasst Haushaltsenergie und Kraftstoffe. Unter Haushaltsenergie fallen u.a. Strom, Leichtes Heizöl sowie Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe.
Die Tatsächliche Nettokaltmiete ist definiert als Miete ohne Nebenkosten und ohne unterstellte Mieten. Bei den Mieten werden in der Verbraucherpreisstatistik Neu- und Bestandsmieten repräsentativ erhoben.

Mehr Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht:
„Verbraucherpreisindex für Bayern. Monatliche Indexwerte von Januar 2020 bis September 2026 mit Gliederung nach Haupt- und Sondergruppen“ (Bestellnummer: M1301C 2026 09). Download als .pdf unter:
https://www.statistik.bayern.de/statistik/preise_verdienste/preise/index.html.
Des Weiteren können die Ergebnisse zum Verbraucherpreisindex auch über die Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden:
Bayerisches Landesamt für Statistik – GENESIS-Online: Statistik:  61111.

Preiserheber (m/w/d) für die Verbraucherpreisstatistik gesucht:
Das Bayerische Landesamt für Statistik ist die zentrale Behörde für die amtliche Statistik in Bayern. Zu den Aufgaben des Amtes gehören unter anderem die Erhebung und Aufbereitung von über 350 gesetzlich angeordneten Statistiken, darunter auch die Verbraucherpreisstatistik. Die Aufgabe eines Preiserhebers (m/w/d) ist die monatliche Erhebung von Preisen in ausgewählten Berichtsstellen in der entsprechenden Erhebungsgemeinde.
Bei Interesse finden Sie weitere Informationen unter:
Bayerisches Landesamt für Statistik – Ausschreibung Preiserheber Verbraucherpreisstatistik


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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