Kultur

Bühnenkunstförderer bei Zahn am Bach

Das dreiköpfige Ensemble mit Tiermasken während der Aufführung.
Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Ausverkauftes Haus, große Spielfreude und ein begeistertes Publikum: Mit „MINIHORROR“ nach den Texten von Barbi Marković zeigte der Bühnenkunst Förderer e. V. bei Zahn am Bach, wie lebendig, überraschend und mitreißend junges Theater sein kann.

Ein bisschen Lesung, ein bisschen Konzert, jede Menge Action – und vor allem ganz viel Lust am Spiel: Bei der Actionlesung MINIHORROR der Athanor Akademie für Darstellende Kunst Passau wurde Barbi Markovićs wunderbar schräger Blick auf die Abgründe des Alltags unter der Regie von Nicholas Hohmann und mit der Musikbegleitung von Tom Schreyer zu einem ebenso komischen wie hintergründigen Theaterabend.

Im ausverkauften Zahn am Bach verfolgte das Publikum gebannt, wie aus Text, Musik, Bewegung und immer wieder überraschenden Einwürfen ein ganz eigener Bühnenkosmos entstand. Mal herrlich absurd, mal böse, mal erschreckend nah an der eigenen Lebenswirklichkeit. Denn in Markovićs Geschichten über die kleinen und größeren Schrecken des Alltags erkannten sich offenbar viele wieder – das verrieten nicht nur die zahlreichen Lacher, sondern auch die Reaktionen im Publikum.

Das dreiköpfige Ensemble mit Lena von Allmen, Mia Linsenmaier und Laurence Jost spielte mit sichtbarer Freude, Energie und Mut – und übertrug genau diese Lust auf den ganzen Raum. Am Ende gab es großen Applaus für einen Abend, der gezeigt hat, dass anspruchsvolles Theater nicht schwer sein muss, um etwas auszulösen. Es darf laut und leise, klug und schräg, komisch und verstörend zugleich sein.

Ein ausverkauftes Haus, ein begeistertes Publikum und junge Bühnenkunst, die etwas wagt. So geht Nachwuchsförderung.

Text: Bühnenkunst Förderer e. V. – Fotos: Steve Hyde


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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