Die Umweltstation Landshut blickt auf eine erfolgreiche Sommersaison mit stark nachgefragten und vollständig ausgebuchten Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche zurück. Dass Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) besonders dann begeistern, wenn sie an die Lebenswelt der Jugendlichen anknüpfen, zeigt beispielhaft der Handyworkshop, der sich mit einem Gegenstand beschäftigt, der aus ihrem Alltag nicht mehr wegzudenken ist: dem Smartphone.
Was steckt eigentlich in einem Handy? Dieser Frage gehen die Schülerinnen und Schüler im Workshop ganz praktisch auf den Grund. Ausrangierte Mobiltelefone werden auseinandergenommen und ihre einzelnen Bauteile unter die Lupe genommen. Dabei entdecken die Jugendlichen Metalle, Kunststoffe, Glas und Silizium und erfahren, welche Rohstoffe für die Herstellung eines Smartphones benötigt werden. Auf einer Weltkarte verfolgen sie die Herkunft dieser Rohstoffe und setzen sich mit den globalen Produktionsketten auseinander. Die Jugendlichen beschäftigen sich mit der Frage, wie Rohstoffe, Produktion, Konsum und Entsorgung weltweit miteinander verbunden sind. Auch die Verteilung von Wertschöpfung und die ökologischen und sozialen Auswirkungen der Smartphoneproduktion werden thematisiert.
Gerade für die Herbst- und Wintermonate bietet der Handyworkshop damit eine interessante Ergänzung zum Schulalltag. Er verbindet praktisches Arbeiten mit fachlichen Inhalten und greift gleichzeitig einen Gegenstand auf, mit dem Jugendliche täglich umgehen. Für pädagogische Fachkräfte aller Schularten auf dem Gebiet der Stadt und des Landkreises Landshut ist das Angebot daher eine Möglichkeit, Themen wie Ressourcen, Konsum und globale Zusammenhänge anschaulich und lebensnah in den Unterricht zu integrieren. Die Umweltstation kommt dabei direkt an die Schule oder Einrichtung und bringt das notwendige Material für den Workshop mit.
Der Handyworkshop steht beispielhaft für die vielfältige Bildungsarbeit der Umweltstation Landshut, die als Trägerin des Qualitätssiegels „Qualitätsnetzwerk BNE in Bayern“ für eine qualitätsorientierte und kontinuierlich weiterentwickelte Bildung für nachhaltige Entwicklung steht. Diese Arbeit ist zugleich Teil eines bayernweiten Netzwerks: Vom 26. September bis 4. Oktober 2026 findet die „Woche der Umweltstationen in Bayern“ statt, in der die 67 staatlich anerkannten Umweltstationen gemeinsam auf die Bedeutung ihrer außerschulischen Bildungsarbeit aufmerksam machen. Für die Umweltstation Landshut bietet die erfolgreiche Saison mit ihren vollständig ausgebuchten Angeboten einen passenden Anlass, die eigene Arbeit im Rahmen dieser Aktionswoche sichtbar zu machen und gleichzeitig auf die kommenden Bildungsangebote aufmerksam zu machen.
Pädagogische Fachkräfte, die den Handyworkshop oder eines der weiteren Angebote der Umweltstation nutzen möchten, können diese über www.umweltstation-landshut.de buchen. So kommt außerschulische Umweltbildung direkt in die Schulen vor Ort und verbindet Unterricht mit praktischer Erfahrung, neuen Perspektiven und aktuellen Fragen aus der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen.
Text und Bilder: Landkreis Landshut






