Brauchtum

Festlich geschmückt von der Stubenalm ins Tal

Veröffentlicht von Günther Freund

Almabtrieb von der Stubenalm unterm Watzmann zurück ins Tal nach Bischofswiesen.

Bevor die Tiere den langen Weg antraten, wurden sie festlich geschmückt. Der prächtige Schmuck ist nach altem Brauch ein Zeichen des Dankes für einen guten und unfallfreien Alpsommer. Dann setzte sich die Herde in Bewegung – zunächst hinunter von der Alm und anschließend weiter ins Tal, teilweise sogar auf der Bundesstraße.

Begleitet wurden die Tiere von den Sennerinnen und Sennern sowie den Treiberinnen und Treibern, die allesamt in traditioneller Berchtesgadener Tracht unterwegs waren. Rund drei Stunden dauerte der anstrengende Marsch von den Sommerweiden unterm Watzmann bis nach Bischofswiesen.

Für die Tiere und ihre Begleiter war es damit ein langer Tag – für die Zuschauer ein beeindruckendes Schauspiel und ein Stück lebendiger bäuerlicher Tradition, das jedes Jahr aufs Neue viele Menschen anzieht.


Redaktion

Günther Freund

1944 in Bad Reichenhall geboren, Abitur in Bad Reichenhall, nach dem Studium der Geodäsie in München 3 Jahre Referendarzeit in der Vermessungs- und Flurbereinigungsverwaltung mit Staatsexamen, 12 Jahre Amtsleiterstellverteter am Vermessungsamt Freyung, 3 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Zwiesel und 23 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Freyung (nach Verwaltungsreform mit Vermessungsamt Zwiesel als Aussenstelle). Seit 2009 im Ruhestand, seitdem in Prien am Chiemsee wohnhaft.

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