Naturbeobachtungen am Chiemsee –
Wasser zum Anfassen, Staunen und Entdecken: Rund um das Strandbad Rimsting/Westernach stand am 24. September 2026 die junge Generation im Mittelpunkt. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus der Region nutzten den Gewässertag, um an Informationsständen, bei praktischen Aktionen und im direkten Gespräch mehr über den Chiemsee, seinen Zuflüssen und deren Bewohner zu erfahren.
Damit wurde der Gewässertag zu einem lebendigen Naturerlebnistag. Die Kinder konnten selbst ausprobieren, beobachten, fragen und entdecken. Im Mittelpunkt stand dabei die Erkenntnis, dass saubere Gewässer und intakte Lebensräume nicht selbstverständlich sind, sondern unser gemeinsames Engagement für ihren Schutz und Erhalt benötigen.
Anlass für diesen besonderen Tag waren drei Jubiläen: das 50-jährige Bestehen des Ramsar-Schutzgebiets Chiemsee und je 25 Jahre der “Verein der Natur und Landschaftsführer, Inn/Salzach e.V.” und die “Chiemsee Naturführer”.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Jürgen Pohl, 1. Vorstand des „Vereins der Natur- und Landschaftsführer Inn/Salzach e. V.“ und Organisator des Gewässertages. Zahlreiche Gäste aus Politik und Naturschutz würdigten anschließend die Bedeutung der Veranstaltung. Zu den Rednern gehörten unter anderem Roland Weid (Dipl. Biol., ehemaliger Leiter der Höheren Naturschutzbehörde von Oberbayern), Eduard Huber (stellvertretender Landrat des Landkreises Rosenheim), Martin Bartlweber (stellvertretender Landrat des Landkreises Traunstein), sowie Georg Herrmannsdorfer (Initiator der Chiemsee Naturführer).
Ein besonderes Zeichen für die internationale Bedeutung des Chiemsees war das verlesene Grußwort durch Sigrun Thaler von Dr. Musonda Mumba, Generalsekretärin der Ramsar-Konvention.
So verband der Gewässertag die 50-jährige Geschichte des Ramsar-Schutzes mit einem Blick in die Zukunft. Denn bei den Schülerinnen und Schülern von heute wächst das Verständnis dafür, wie wertvoll unsere Gewässer und ihre Lebensräume sind – und warum es sich lohnt, sie auch für kommende Generationen zu bewahren.
Text und Fotos: Jürgen Pohl (jp) und Claus Linke (cl)




























