Tourismus

Burghauser Musikschulleiter zu Gast in Mexiko

Claus Freudenstein mit Studenten beim Kontrabass-Unterricht in Mexiko.
Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Eine besondere musikalische Einladung führte Claus Freudenstein, Leiter der Musikschule Burghausen, im Sommer nach Mexiko. Auf Einladung des mexikanischen Kontrabassisten und Musikprofessors Rogelio Franco Vivanco war Freudenstein beim Guadalajara BassFest zu Gast. Dort spielte er ein Solokonzert und unterrichtete eine Woche lang Studenten im Fach Kontrabass.

Für Freudenstein war die Einladung eine große Ehre und zugleich ein besonderes persönliches Erlebnis. Der intensive Austausch mit den mexikanischen Musikern, Studenten und Dozenten machte die Reise für ihn zu einer nachhaltigen Bereicherung. Dass der Burghauser Musikschulleiter inzwischen recht gut Spanisch spricht, erwies sich dabei als großer Vorteil – insbesondere im Unterricht und bei den vielen persönlichen Begegnungen rund um das Festival.

Neben dem musikalischen Programm sammelte Freudenstein zahlreiche Eindrücke von Land und Leuten. Besonders in Erinnerung blieb ihm unter anderem ein alter VW-Bus aus dem Jahr 1968, der mit zahlreichen Kontrabässen beladen war. Für ihn wurde dieses Bild zum Sinnbild für die große Leidenschaft der mexikanischen Bass-Szene und dafür, wie dort auch mit einfachen Mitteln und unter teilweise schwierigen Bedingungen mit viel Engagement und Kreativität das Beste herausgeholt wird. Seinen eigenen historischen Kontrabass nahm Freudenstein für die Reise bewusst nicht mit nach Mexiko. Das Instrument aus dem Jahr 1821 ist für Flugreisen zu wertvoll. In Deutschland spielt er darauf unter anderem bei Konzerten mit seinem Ensemble „The Bassmonsters“. Nach dem Festival nutzte Freudenstein die Gelegenheit außerdem noch für eine private Reise durch Mexiko.

Für die Musikschule Burghausen und die Stadt selbst ist die Reise auch deshalb von besonderem Wert, weil Freudenstein Burghausen mit seiner Arbeit international präsentiert und gleichzeitig neue Kontakte in die weltweite Bass-Szene knüpft. Diese Verbindungen können künftig auch den Bayerischen Basstagen zugutekommen. Eine Gegeneinladung an Rogelio Franco Vivanco nach Burghausen ist bereits angedacht. Die Bayerischen Basstage finden in diesem Jahr zum zweiten Mal in Burghausen statt. Vom 31. Oktober bis 2. November 2026 kommen internationale Bassisten, Nachwuchsmusiker und Musikpädagogen zu Workshops, Meisterkursen und Konzerten zusammen. Damit wird Burghausen erneut für mehrere Tage zu einem Treffpunkt der internationalen Bass-Szene. Für Freudenstein zeigt die Reise nach Guadalajara damit eindrucksvoll, wie musikalischer Austausch über Ländergrenzen hinweg neue Verbindungen schaffen kann. Aus einer Einladung zu einem Festival entstehen persönliche Kontakte, neue Impulse für die Musikschule und möglicherweise bereits die nächsten Gäste für die Bayerischen Basstage in Burghausen.

Text: Stadt Burghausen – Fotos: Claus Freudenstein


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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