Am Sonntag, 13. September können interessierte Besucher tiefe Einblicke in das Gebäude der Hans-Stethaimer-Schule in der Altstadt gewinnen. Am Tag des offenen Denkmals finden in dem ehemaligen Stadthaus der niederbayerischen Herzöge unter der Regie von Burghausens Stadtbaumeister Manfred Winkler beziehungsweise Stadtheimatpflegerin Friederike Stückler um 14 und 16 Uhr zwei einstündige Führungen in dem viergeschossigen Eckhaus statt. Die Teilnahme an den Führungen ist kostenlos.
Die Bausubstanz des Gebäudes stammt teilweise aus der Spätgotik der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die barocke Fassadengestaltung entstand vermutlich um das Jahr 1700. Der Umbau des Gebäudes zum Schulhaus erfolgte in den Jahren 1929/30, zum Ensemble gehören auch das ehemalige Pfarrorganistenhaus und das Salzburger Botenhaus.
Die Stadt Burghausen hat die Hans-Stethaimer-Schule in den vergangenen zwei Jahren mit großem Aufwand kernsaniert. Die Arbeiten im Bestand stellten eine große Herausforderung dar und machten das Projekt zu einem der umfassendsten städtischen Bauprojekte der vergangenen Jahre. Die baulichen Maßnahmen an dem Gebäudekomplex neben der St. Jakob Kirche brachten einige unerwartete Dinge zum Vorschein: Unter anderem wurden in einigen Klassenzimmern alte Schultafeln mit Originalbeschriftung wohl aus den 1960er Jahren freigelegt. „Unser Ziel bei der Sanierung war es, behutsam vorzugehen und wo möglich und sinnig alte Substanz zu bewahren. Gleichzeitig ist es uns gelungen, das Gebäude in einen modernen Standard zu überführen“, erklärt Burghausens Stadtbaumeister Manfred Winkler.
Der Tag des offenen Denkmals ist die größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Seit 1933 wird sie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bundesweit koordiniert. Mit dem Tag des offenen Denkmals schafft die Deutsche Stiftung Denkmalschutz große Aufmerksamkeit für die Denkmalpflege in Deutschland.
Text und Foto: Stadt Burghausen


