-Seit 40 Jahren gehört die Böllergruppe zum festen und unverzichtbaren Bestandteil vom Gebirgstrachtenerhaltungsverein GTEV „D´Sulzbergler“ Litzldorf. Dieses kleine Jubiläum feiert die keineswegs leise aber dafür kameradschaftlich vorbildliche Truppe unter der Leitung ihres Schießmeisters Sebastian Bernrieder und Festleiter Thomas Reiter mit dem Oberbayerischen Bezirksböllerschützentreffen.
Ihre Verbundenheit mit dem Ausrichter bekundeten Landrat Otto Lederer, Bad Feilnbachs Bürgermeister Max Singer und Christian Bergener, Gemeinderäte, Böllerreferent für Oberbayern Süd-Ost Sebastian T. Hering aus Eggstätt, vom Schützengau Rosenheim, Schützenmeister Gerhard Nevyhosteny, der stellvertretende Gauschützenmeister und Schirmherr der Veranstaltung Markus Rastinger sowie Gauschriftführerin Sigrid Liegl.
Ungewohnt sommerlich heiß waren die Rahmenbedingungen für rund 350 aktiven Schützen aus knapp 40 Vereinen aus mit ihren kunstvollen Handböllern verschiedener Größen. Manch einer trug sogar sauber herausgeputzte und glänzende Geräte mit Gewichten von zwölf Kilogramm und darüber auf ihren Schultern, was für den Besitzer und Mitmarschierer beim Kirchen- und Festzug zum Schießplatz und anschließend zurück ins Zelt eine zusätzliche Herausforderung bedeutete. Die momentanen heißen Temperaturen waren vor allem für weitreisende Mannschaften aus dem Bezirk Oberbayern maßgebend, kurzfristig ihre Teilnahme abzusagen.
Von Mutter Sonne besonders gesegnet erlebten die Böllergruppe, unter dem Kommando von Sebastian Bernrieder als Nachfolger von „Hannes“ Kirchberger stehend, einen unvergesslich herrlichen Tag. Würdevolle Begleiter waren neben das stattliche Aufgebot an Mitgliedern vom Trachtenverein, Berg- und Wanderfreunde Derndorf, Freiwillige Feuerwehr, Veteranen- und Kriegerverein und die Jungbauernschaft Litzldorf. Letztere belieferten zur Mittagszeit schnell und unkompliziert die Gäste mit Essen. Musikalische Begleiter der drei Zuggruppen waren die Trachtenkapelle Litzldorf, welche auch den Gottesdienst klangvoll bereicherte, die Musikkapelle Großholzhausen und als Hingucker bzgl. Tracht und Musik die Blaskapelle Girland aus Eppan in Südtirol, die während der Mittagszeit für Stimmung im Zelt sorgte.
Der kurzen Predigt von Pfarrer Ernst Kögler zur Folge gehören die Böllerschützen bezüglich Tradition und Brauchtum zum Bestandteil in der Ortsgemeinschaft. Werden sie zu kirchlichen und weltlichen Anlässen gebraucht, lösen ihre etwas lauteren Geräusche auch gerne Schock aus, der Menschen zum Aufwachen verleiten und etwa beim Schießen zur Wandlung den Himmel nach oben öffnen soll. Denn Gottes Schätze könne jeder Glaubende unter freiem Himmel sammeln.
Mit dem anschließenden Platzschießen bestätigten die teilnehmenden Böllerschützen mit ihren Handgeräten und Kanoniere aus ihren Böllerkanonen ihre Liebe und Leidenschaft zu ihrem Hobby und Förderer von Brauchtum und Tradition. Die Schusskommandos erteilte mit jeweiligen Fahnen von Vorbereitung bis Schussabgabe Schirmherr Markus Rastinger. Die Ansage übernahm Sebastian Bernrieder, von einer Kranbühne aus (zur Verfügung gestellt von Krane Huber aus Bad Feilnbach). Eindrucksvolle Effekte nach Einzel-, Reihen-, Wechsel-, Böller- und Kanonensalut, schnelle Reihenfeuer und andere Schussmotive waren neben der typischen Böllermusik ebenso der unverkennbare Pulverdampf, der angenehm duftend übers Derndorfer Moos zog
Bericht und Bilder: Peter Strim




















