Brauchtum

Festabend der Litzldorfer Trachtler

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

In seiner 136-jährigen Geschichte pflegt und lebt der Trachtenverein GTEV „D´Sulzbergler“ Litzldorf Werte wie Tradition, Heimat und Brauchtum. Dazu gehört seine erste Fahne, die seit ihrer Weihe vor einhundert Jahren als sichtbares Zeichen vorangeht und die Gemeinschaft zwischen Sulzberg und Farrenpoint zu einer vorbildlich vorbereiteten Festwoche Anlass gab.

Deutlich sichtbare Zeichen an Treue zur Trachtensach unterm Sulzberg setzte ein fulminanter Festabend an den sich Ehrengäste wie Pfarrer Ernst Kögler, 1. Gauvorstand Michael Hauser, die beiden ehemaligen führenden Gebietsvertreter vom Gebiet Mangfall Hans Schaberl und Hans Beham und Ausschussmitglieder vom Gauverband 1 noch lange erinnern werden. Erst recht auch die Akteure des Abends, darunter Vorstände und Aktive der beiden Patenvereine GTEV „D´Jenbachtaler“ Bad Feilnbach und GTEV „Immergrün“ Au. Letzterer stand vor einhundert Jahren den Litzldorfern als Pate der damaligen Vereinsfahne zur Seite und pflegen seither die treue Verbundenheit.

In seiner Begrüßung erinnerte Festleiter Hubert Lottes an das Lebenswerk der ersten Fahne, die aufwendig und komplett in der Fahnenstickerei Kössinger restauriert wurde. Die Vereinszierde mit seinem ideellen Wert habe bei unzähligen Anlässen, Veranstaltungen, Festen, Hochzeiten sowie auch traurigen Begebenheiten, etwa bei Beerdigungen vieles erlebt und dabei auch Spuren hinterlassen.

Gauvorstand Michael Hauser, beeindruckt von einem glanzvollen Aufmarsch der 32 sauber und adrett auftretenden Trachtenpaare vom Kindesalter bis zu den „Aktiven“ bezeichnete den Jubelverein als drittältesten Verein als Besonderheit im Gauverband 1. Unterm Sulzberg sitzt seit 136 Jahren die Trachtensach und ist dort dahoam, wo Heimat und gelebte bayerische Traditionen auch in wirren Zeiten bewahrt werden.

Ein buntes und lebensfrohes Programm, vorgestellt von Moderator Simon Wallner, bestätigte eindrucksvoll und vorbildlich gepflegtes und gelebtes Brauchtum. Im ruhigeren Teil zum „Staadsein“ gelang es Musikwartin Lydia Moosegger mit Gitarrenbesetzungen, der „Seeberg-Musi“, den Geschwistern Karg, dem Duo Johannes Lang und Maxi Rechenauer an Schlagzeug und Xylophon sowie dem „6er-Gsang“ mit ihren herzerfrischenden Darbietungen zu begeistern. Überleitende Worte zu den Musikbeiträgen fanden zwei Theaterjugendliche. Mit langanhaltendem Applaus wurde der „Maxglaner“, bestehend aus einer ideenreichen Variation mit Gitarren, Xylophon, Seeberg-Musi, Blasmusik der Trachtenkapelle Litzldorf und kraftvollem Plattler gefeiert. Nach einem heiteren Sketch begaben sich Kinder der Theatergruppe nach völlig misslungenen Vorbereitungen kurz vor dem Kirchenzug eine Wallfahrt rückwärts in Richtung Altötting an.

Beeindruckende Spuren geprägt von Herz und Leidenschaft zur Trachtensach hinterließen Goaßlschnoizer,  ein exzellenter Kronentanz einstudiert von Festleiter Hubert Lottes mit Schalkfrauen und „Manna“ aus der AH-Generation. Zauberhafter Höhepunkt war eine große Rosette aus Kronen und Sternen, welche die Aktiven zum „Sterntanz“ formten und Applaus einheimsten. Für Unterhaltung und Stimmung, sowie musikalische Begleitung zu Auftritten der vereinseigenen Plattlergruppen sowie Ehrentänzen der Patenvereine GTEV „Immergrün“ Au und GTEV „D´Jenbachtaler“ Bad Feilnbach sorgte die Trachtenkapelle Litzldorf unter der Leitung von Markus Goldes.

Bericht und Bilder: Peter Strim


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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