Kultur

Neue Ausstellung im Waldgeschichtlichen Museum: Kristina Maršíková Málková

Veröffentlicht von Günther Freund

Im Waldgeschichtlichen Museum St.Oswald gibt’s eine neue Ausstellung. Unter dem Titel „Joy Flow“ zeigt die tschechische Künstlerin Kristina Maršíková Málková ab 9. Mai ihre Werke. Die Vernissage dazu findet am 8. Mai statt. Die Ausstellung endet am 20. September.

Kristina Maršíková Málkovás Gemälde basieren auf einer persönlichen Erzählung. Die Prager Künstlerin verarbeitet Motive aus ihrem eigenen Leben und transformiert sie zu einer Bildsprache, die über eine konkrete Botschaft hinausgeht. Obwohl ihre Malerei auf realistischer Grundlage beruht, strebt sie nie nach reiner Beschreibung. Figuren und Situationen sind frei von jeglicher wörtlichen Darstellung und eröffnen dem Betrachter Raum für eigene Interpretationen. Technologische und materielle Sensibilität spielen in ihrem Werk eine bedeutende Rolle.

Málková Gemälde „Das Martyrium von Vater Karl“. (Foto: Kristina Maršíková Málková)

Ihre Ausbildung in der Restaurierung alter Meister äußert sich hier nicht in bloßen Zitaten, sondern in einem tiefen Verständnis des Gemäldes selbst. Die traditionelle Malerei wird so zum Mittel zeitgenössischen Ausdrucks. Das Werk der Künstlerin umfasst auch eine spirituelle Ebene mit existenziellem Charakter, was auch ihre Herkunft – ihre Mutter stammt aus dem Böhmerwald – berücksichtigt. Der Glaube dient hier nicht als Thema, sondern als natürlicher Horizont und Ausdrucksgegenstand. Diese Dimension manifestierte sich beispielsweise deutlich in der Gestaltung des Altarbildes für die Kirche Unserer Lieben Frau vom Schnee in Kašperské Hory, wo die persönliche Auseinandersetzung mit dem sakralen Raum verschmelzt. Málkovás Malerei vermittelt somit eine zutiefst intime Botschaft. In konzentrierter Ausdrucksweise führt sie die Tradition der tschechischen Malerschule fort, die auf handwerklicher Qualität und innerer Intensität statt auf effektvoller Geste beruht.

Die Vernissage zur Ausstellung findet am Freitag, 8. Mai, um 19 Uhr statt. Dr. Vladimir Horpeniak führt in die Arbeiten Malkovás ein. Keyboarder Martin Kubát, Sängerin Jadviga Falzenburg und das Trio Veselé Dudácké Muziky z Katovic umrahmen die Veranstaltung musikalisch.

Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung ist täglich außer montags von 9 bis 17 Uhr geöffnet und endet am 20. September

 

 


Redaktion

Günther Freund

1944 in Bad Reichenhall geboren, Abitur in Bad Reichenhall, nach dem Studium der Geodäsie in München 3 Jahre Referendarzeit in der Vermessungs- und Flurbereinigungsverwaltung mit Staatsexamen, 12 Jahre Amtsleiterstellverteter am Vermessungsamt Freyung, 3 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Zwiesel und 23 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Freyung (nach Verwaltungsreform mit Vermessungsamt Zwiesel als Aussenstelle). Seit 2009 im Ruhestand, seitdem in Prien am Chiemsee wohnhaft.

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