Die besten Absolventinnen und Absolventen der vier Berufsschulen im Landkreis Rosenheim sind mit dem diesjährigen Staatspreis ausgezeichnet worden. „Die Auszeichnung ist ein Gütesiegel für herausragende Leistungen – und ein starkes Argument für Ihre Fähigkeiten“, sagte Landrat Otto Lederer im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im historischen Rathausaal der Stadt Wasserburg am Inn. Landrat Lederer bezeichnete den Preis gleichzeitig als einen Gemeinschaftserfolg. Lehrkräfte, Ausbildungsbetriebe und Familien hätten die Absolventinnen und Absolventen auch dann gefördert, motiviert und unterstützt, wenn einmal nicht alles nach Plan lief. „Dafür gebührt auch den Unterstützern Dank und Anerkennung.“
Wasserburgs zweiter Bürgermeister Werner Gartner appellierte in seinem Grußwort an die Geehrten, die Auszeichnung als Motivation für lebenslanges Lernen zu verstehen. „Der Gesellenbrief ist die Eintrittsarte in ein erfülltes Berufsleben. Wissen ist das Gold, das unseren Wohlstand begründet.“ Ähnlich äußerte sich auch Christiane Elgass, Leiterin der Berufsschule II Rosenheim: „Bleiben Sie neugierig und hinterfragen Sie die Dinge und bestehenden Regeln; vor allem solche, die als unumstößlich gelten. Die Gesellschaft braucht selbständig und kritisch denkende junge Menschen.“
Den Staatspreis erhält, wer die Ausbildung mit einem Notendurchschnitt von 1,5 und besser abschließt. Als Anerkennung erhielten die Staatspreisträgerinnen und Staatspreisträger eine Urkunde sowie einen Geldpreis in Höhe von je 50 Euro, zur Verfügung gestellt vom Landkreis Rosenheim und der Regierung von Oberbayern. Erstmals wurde in diesem Jahr im Rahmen der Staatspreisverleihung der Preis für inklusive Ausbildung verliehen. Dieser würdigt Betriebe, die sich außerordentlich für die Ausbildung von Menschen mit erhöhtem Förderbedarf engagieren. Der Preis ging an die Tnt GmbH aus Rosenheim, die ein umfangreiches Angebot rund um das Thema Pflege bietet. Das Unternehmen hat einer Auszubildenden mit Mehrfachbehinderung die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement ermöglicht.
Zweiter Preisträger ist die Firma Kirner Metallbau aus Bad Endorf. Das Unternehmen nimmt seit 37 Jahren Menschen mit Lernbehinderungen auf und hat bisher insgesamt 13 Auszubildende mit sonderpädagogischem Förderbedarf ausgebildet, heißt es in der Begründung der Jury. Als Preis wurde jeweils ein Inklusionspunkt der Künstlerin Susanne Wagner verliehen. Die bunten Aluminium-Scheiben waren über mehrere Jahre Teil der Kunstinstallation „Inklusionspunkt“ am Münchner Gasteig. Landrat Lederer dankte den vier Berufsschulen im Landkreis für die Initiative zum Inklusionspreis.
Bericht und Bilder: LRA Rosenheim – „Die im historisches Rathaussaal Wasserburg geehrten 133 Absolventinnen und Absolventen der Berufsschulen Bad Aibling, Rosenheim I, Rosenheim II und Wasserburg am Inn haben Ihre Ausbildung mit der Note 1,5 und besser absolviert.
Der Preis für inklusive Ausbildung wurde erstmalig verliehen (v.l.n.r.): Landrat Otto Lederer, Jürgen Ersing (Leiter Berufsschule Bad Aibling), Tabitha Licht (Tnt GmbH), Christiane Elgass (Leiterin Berufsschule Rosenheim II), Thomas Stingl (Tnt GmbH), Angelika Held (Leiterin Förderzentrum Bad Aibling), Wolfgang Kirner (Kirner Metallbau), Stefan Schellenberger (Leiter Berufsschule Rosenheim I), Gerhart Zimmermann (Leiter Berufsschule Wasserburg/Inn), Stephan Donderer (Vorstand Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling).