Im Landkreis Rosenheim will man sich dem Erhalt alter Obstsorten widmen. Nach dem Ausschuss für Umweltangelegenheiten, Landwirtschaft, räumliche Entwicklung und Naturschutz stimmte heute (17.07.18) auch der Kreisausschuss dem Biodiversitätsprojekt zu. Neben dem Erhalt ist die Bestimmung und Beschreibung unbekannter Sorten der zweite Schwerpunkt der landkreisübergreifenden Maßnahme.
Nach dem einstimmigen Beschluss meinte der Leiter der Sitzung, der stellvertretende Landrat Josef Huber: „Wir haben eine gute Sache auf den Weg gebracht.“ Neben dem Landkreis Rosenheim beteiligen sich die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Traunstein und Weilheim-Schongau sowie der Trägerverein Biosphärenregion Berchtesgadener Land e.V. und der Bezirksverband Oberbayern für Gartenkultur und Landschaftspflege e.V.
Seit 2015 wurden über 900 alte Obstbäume erfasst. Dabei entdeckten die Fachleute mehr als 200 unbekannte Sorten. Sie zu vermehren, zu sichern und einer breiten Öffentlichkeit bekannt und verfügbar zu machen ist Ziel das Biodiversitätsprojektes „Alte Obstsorten in den oberbayerischen Voralpenlandkreisen“, das eine Laufzeit von 2019 bis 2024 hat.
Die notwendigen Mittel in Höhe von gut 424.000 Euro für den gesamten Projektzeitraum von fünf Jahren soll zu 65 Prozent aus Mitteln des Bayerischen Naturschutzfonds kommen und zu gut zehn Prozent vom Bezirk Oberbayern. Die verbleibende Summe wollen sich die übrigen Projektbeteiligen teilen, das heißt, auf den Landkreis Rosenheim entfällt ein jährlicher Beitrag von gut 3.300 Euro.
Foto: Hötzelsperger