Die Achental-Realschule ist eine staatliche Realschule in Marquartstein. Sie wird nicht nur von Schülern aus dem Achental, sondern auch von anderen Teilen der Landkreise Traunstein und Rosenheim sowie aufgrund der Wintersportförderung auch von Schülern weiter entfernter Gemeinden besucht.
Beim „Tag der offenen Tür“ stellten sich die Lehrer und der Elternbeirat vor, die Schüler nahmen die interessierten Besucher mit auf Schulhausführungen oder zu verschiedenen workshops. Auf allen Stockwerken waren viele Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern unterwegs, konnten Experimenten im Physik- und Chemieraum zusehen, im Französisch Raum frisch gebackene Crépes mit „Bon appétit“ probieren, die englisch Kenntnisse bei einem Kahoot – Quizz testen, den Code der Märchenschatztruhe knacken, im Wahlfach „Ernährung und Gesundheit“ Cakepops kreieren oder im „Wahlfach Musik“ Songs erraten und einen eigenen produzieren und es gab noch ganz viel mehr Angebote. Nach der Theorie ging es in die Boulderhalle oder in die Turnhalle zum Austoben in der Bewegungslandschaft.
Nach soviel Informationen kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Die Elternbeiratsvorsitzende Anke Unterreiner erzählt, dass das in der Halle aufgebaute tolle Buffet von den Schülern der 9. Klasse kreiert und betreut wird.
Ein Gespräch mit dem Schulleiter Christian Thoma
Schulleiter Christian Thoma erzählt, dass 60 Prozent der Schüler, die die Achental Realschule besuchen, auch Gymnasialeignung hätten, sie haben sich aber bewusst für die Realschule entschieden, da ihnen auch bei dieser alle Wege offenstehen. Die Schüler der 10. Klassen können nach dem Abschluss die Fachoberschule in Traunstein (FOS) besuchen. Dort ist es das Ziel, die Schüler innerhalb von zwei Jahren zur allgemeinen Fachhochschulreife (Fachabitur) zu führen, die zum Studium an Hochschulen für angewandte Wissenschaften berechtigt. Die Achtenal-Realschule arbeitet mit der FOS eng zusammen, womit ein nahtloser Übergang erleichtert wird.
Die zweite Möglichkeit nach dem Abschluss der 10. Klasse ist der weiterführende Besuch eines Gymnasiums. Hier kann dann nach drei Jahren das Abitur gemacht werden. Christian Thoma führt weiter aus, dass seine Schule besonders bei der Berufsfindung viel Unterstützung gibt und meinte, dass Schüler der 10. Klasse eher wissen was sie wollen und leichter eine Entscheidung treffen können, welcher berufliche Weg eingeschlagen werden soll, als beim Übertritt nach der Grundschule. An der Achental Realschule werden 560 Schüler unterrichtet in 23 Klassen, im nächsten Schuljahr werden es 580 Schüler sein. Schulleiter Christian Thoma sieht seine Schule wie eine große Familie, er kennt jeden Schüler und jede Schülerin. 1987 hat er selbst als Referendar an der Schule begonnen, war dann zwölf Jahre als Konrektor tätig, es folgten fünf Jahre als Schulleiter in Freilassing, bevor Christian Thoma vor sechs Jahren als Schulleiter an die Achental Realschule zurückkehrte. Man spürt ein großes Engagement für seine Schule und wie wichtig ihm eine gute Atmosphäre und der Zusammenhalt von Lehrern und Schülern sind.
Berichte von ehemaligen Schülern
Bestätigt wurde das von Johann, Emily und Johanna, ehemalige Schüler der Achental Realschule, die aus alter Verbundenheit am Tag der offenen Tür vorbeischauten. Johann sagte „ich würde definitiv wieder hier zur Schule gehen“, er ging nach der 10. Klasse zur Fachoberschule, macht dort sein Fachabitur und will Lehramt studieren. Das war ihm schon in der 7. Klasse durch die ausführliche Berufsvorbereitung klar. Emily lobte das vielfältige Angebot der Wahlfächer, sie wollte den neuen Schülern mit auf den Weg geben, dass sie keine Angst haben sollen vor dem Übertritt in diese Schule, „alle sind hier sehr freundlich, man lebt sich schnell ein und es gibt immer Lehrer, die Zeit haben, wenn ein Problem auftritt“. Emily hatte BWL als Wahlfach und hat sich im Laufe dieses Unterrichts entschieden, einen Beruf im Einzelhandel zu wählen. Auch Johanna fand die Berufsvorbereitung an dieser Schule sehr gut, sie hat als Tutorin für die jüngeren Schüler fungiert und dabei entschieden, den Beruf als Erzieherin zu wählen. Alle drei Ehemaligen haben ebenfalls erzählt, dass sie sich in der Schule immer als große Familie gefühlt haben. wun
Text und Fotos: Sybilla Wunderlich – Besuch der ehemaligen Schüler von links Johannes, Johanna und Emily – mit den ehemaligen Lehrern von links Sascha Rogowsky, Christine Branz, Johanna, Emily und Johannes