Neue Wege im Pfarrverband Westliches Chiemseeufer – Auftakt in Wildenwart

Neue Wege in der Führung der Kirche werden im Pfarrverband Westliches Chiemseeufer gegangen. Der Auftakt erfolgte in der Kirche „Christkönig“ in Wildenwart.

In Abstimmung mit und im Auftrag der Erzdiözese München und Freising werden in den katholischen Pfarrgemeinden zwischen Chiemsee und Simssee Seelsorgerinnen und Seelsorger mit der Leitung von den einzelnen Pfarrgemeinden beauftragt. „Durch Verantwortung Kirche in die Zukunft führen“ – nach diesem Motto hat Pfarrer Klaus Hofstetter die Übertragung neuer Verantwortungsbereiche innerhalb seines Pfarrverbandes und Seelsorgerteams vorbereitet. Dieses Vorgehen hat sich in der Erzdiözese München und Freising vielerorts bewährt. Mit diesem Schritt, die Seelsorgerinnen und Seelsorger mit der Gemeindeleitung zu beauftragen, wird die Zuständigkeit klarer: Verantwortung wird auf mehrere Schultern verteilt, explizit auch auf Laien. Die Leitung umfasst alle Bereiche der Seelsorge in der jeweiligen Gemeinde, wie z.B.: die Feier der Gottesdienste, der Dienst an den Mitmenschen, die Sakramentenvorbereitung, die Bildungsarbeit und die Koordination der vielen Gruppen. Für die Bereiche der Finanzverwaltung, der Gebäude und der Personalführung wurde bereits im Juli vergangenen Jahres ein Verwaltungsleiter hinzu gezogen. So wird deutlich, dass der Pfarrer nicht alles machen kann und braucht. Einerseits kommt darin die Not zum Ausdruck, dass es nicht mehr so viele Priester gibt, gibt Hofstetter ehrlich zu. Doch läge darin auch die Chance und der Impuls, dass jede und jeder dank der Taufe Mitverantwortung tragen kann. „Dazu möchten wir ermutigen!“, so Hofstetter. „Kirche ist Gemeinschaft, eine lebendige Gemeinschaft, die sich aus vielen Menschen mit zahlreichen Talenten und Fähigkeiten zusammensetzt“. Ein Statement der Deutschen Bischöfe ermutigte Pfarrer Hofstetter, diese Beauftragungen nun zu vollziehen. Dies geschieht im Rahmen einer sonntäglichen Eucharistiefeier. Die Beauftragung erfolgt zunächst bis Sommer 2018. In diesem Jahr stehen die Neuwahlen zu den Pfarrgemeinderäten und Kirchenverwaltungen an, mit denen die Gemeindeleitungen und der Verwaltungsleiter eng zusammenarbeiten.

Die ersten Übertragungen erfolgten in der Kuratie Wildenwart und in der Kuratie St. Rupertus Stephanskirchen (Gemeindereferentin Ursula Stacheder) sowie in der Pfarrei St. Jakobus in Bad Endorf mit der Filiale Mariä Himmelfahrt in Antwort (Ursula Stacheder und Kaplan Stefan Leitenbacher). Weitere Termine für die Aushändigung der entsprechenden Urkunde der Erzdiözese sind am Samstag, 18. Februar um 19 Uhr in der Kuratie St. Bartholomäus in Hittenkirchen (Pastoralreferentin Edith Heindl), am Sonntag, 19. Februar um 10 Uhr in der Pfarrei St. Nikolaus in Rimsting (Gemeindereferent Werner Hofmann und Kaplan P. Joshy Vadakkekara), am Sonntag, 26. Februar um 10 Uhr in der Pfarrkirche St. Laurentius in Bernau (Pastoralreferentin Edith Heindl und Kaplan Stefan Leitenbacher) sowie am Sonntag, 5. März um 10 Uhr in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Prien mit der Filiale St. Peter und Leonhard Greimharting (Gemeindereferent Werner Hofmann und Kaplan P. Joshy Vadakkekara).

Fotos: Hötzelsperger – Die erste Beauftragung für eine Gemeindeleitung innerhalb des Pfarrverbandes Westliches Chiemseeufer erfolgte in der Kuratie Christkönig in Wildenwart durch Pfarrer Klaus Hofstetter an Gemeindereferentin Ursula Stacheder. Dabei hießen Pfarrgemeinderatsvorsitzende Sieglinde Fuihl (li.) und Franz Riesinger als Vertreter der Kirchenverwaltung (re.) die Seelsorgerin mit einem Blumenstrauß willkommen.

Nähere Informationen: www.erzbistum-muenchen.de/pv-prien

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg